Rückblicke 2010


Gehe zu: Sonntag 27.02.2011: RT Bad Nauheim - Neusser EV 13:0
Gehe zu: Sonntag 22.02.2011: Neusser EV - Königsborner JEC 6:3
Gehe zu: Freitag 20.02.2011: EHC Dortmund - Neusser EV 8:1
Gehe zu: Sonntag 13.02.2011: Neusser EV - Ratinger Ice Aliens 3:5
Gehe zu: Freitag 11.02.2011: Lippe Hockey Hamm - Neusser EV 6:3
Gehe zu: Sonntag 06.02.2011: Neusser EV - Herner EV 6:5 n.V.
Gehe zu: Dienstag 01.02.2011: Neusser EV - EV Duisburg 3:7
Gehe zu: Freitag 28.01.2011: Neusser EV - EHC Dortmund 1:3
Gehe zu: Dienstag 25.01.2011: ESC Moskitos Essen - Neusser EV 7:2
Gehe zu: Sonntag 23.01.2011: Neusser EV - RT Bad Nauheim 3:9
Gehe zu: Dienstag 18.01.2011: Königsborner JEC - Neusser EV 5:1
Gehe zu: Sonntag 16.01.2011: Ratinger Aliens - Neusser EV 2:4
Gehe zu: Freitag 14.11.2011: Neusser EV - Lippe Hockey Hamm 6:2
Gehe zu: Dienstag 11.01.2011: Neusser EV - RT Bad Nauheim 1:11
Gehe zu: Sonntag 09.01.2011: Herner EV - Neusser EV 6:4
Gehe zu: Freitag 07.01.2011: Neusser EV - ESC Moskitos Essen 3:7
Gehe zu: Sonntag 02.01.2011: Königsborner JEC - Neusser EV 7:4
Gehe zu: Donnerstag 30.12.2010: EV Duisburg - Neusser EV 6:2
Gehe zu: Dienstag 28.12.2010: RT Bad Nauheim - Neusser EV 13:0
Gehe zu: Sonntag 19.12.2010: EHC Dortmund - Neusser EV 7:1
Gehe zu: Freitag 17.12.2010: Neusser EV - Ratinger Ice Aliens 2:3
Gehe zu: Sonntag 12.12.2010: Lippe Hockey Hamm - Neusser EV 8:2
Gehe zu: Freitag 10.12.2010: Neusser EV - Herner EV 2:5
Gehe zu: Sonntag 05.12.2010: ESC Moskitos Essen - Neusser EV 9:1
Gehe zu: Freitag 03.12.2010: EV Duisburg - Neusser EV 7:1
Gehe zu: Sonntag 28.11.2010: Neusser EV - EHC Dortmund 1:3
Gehe zu: Freitag 26.11.2010: Neusser EV - RT Bad Nauheim 1:6
Gehe zu: Freitag 19.11.2010: Ratinger Aliens - Neusser EV 7:1
Gehe zu: Sonntag 07.11.2010: Neusser EV - Lippe Hockey Hamm 5:2
Gehe zu: Freitag 05.11.2010: Herner EV - Neusser EV 9:1
Gehe zu: Sonntag 31.10.2010: Neusser EV - ESC Moskitos Essen 0:9
Gehe zu: Freitag 29.10.2010: Neusser EV - Königsborner JEC 8:4
Gehe zu: Sonntag 24.10.2010: Neusser EV - EV Duisburg 0:6
Gehe zu: Freitag 22.10.2010: Königsborner JEC - Neusser EV 5:4
Gehe zu: Sonntag 17.10.2010: Neusser EV - ESC Moskitos Essen 5:8
Gehe zu: Freitag 15.10.2010: Herner EV - Neusser EV 6:5 n.V.
Gehe zu: Sonntag 10.10.2010: Neusser EV - EHC Dortmund 1:5
Gehe zu: Freitag 08.10.2010: Ratinger Ice Aliens - Neusser EV 6:3
Sonntag 03.10.2010: Neusser EV - Lippe Hockey Hamm 3:7
Gehe zu: Freitag 01.10.2010: EV Duisburg - Neusser EV 5:4 n.V.

WZ-Live-Ticker

RT Bad Nauheim - Neusser EV 13:0 (3:0; 2:0; 8:0)

Hessen ist für den NEV kein gutes Pflaster. Zweimal mussten die Neusser diese Saison nach Bad Nauheim, jedesmal trat man die Heimreise mit einer zweistelligen Niederlage im Gepäck an. Nachdem schon vor der Partie feststand, dass der NEV die Vorrunde auf dem achten Tabellenplatz beenden würde, ging es in Bad Nauheim "nur" darum, sich mit einer ordentlichen Vorstellung in die folgende Qualifikationsrunde zu verabschieden. Ein dennoch sehr hohes Ziel, berücksichtigte man die Ergebnisse der bisherigen Aufeinandertreffen. Mit keinem anderen Gegner hatte die Neusser Mannschaft so erhebliche Probleme wie mit den Kurstädtern - kaum verwunderlich, dass man sich in den Auswärtspartien die beiden einzigen zweistelligen Niederlagen abholte. Diesmal wollte man es besser machen, wobei die Gastgeber in gewohnter Weise stürmisch begannen. Während der erkrankte Philipp Büermann und der beruflich im Ausland weilende Ronny Sassen fehlten, kam Bastian Jakob erstmals zwischen den Neusser Pfosten zum Einsatz. Dieser erwischte mit dem 1:0 nach weingen Sekunden einen denkbar schlechten Start, konnte sich in der Folgezeit jedoch mehrfach auszeichnen. Während die "Roten Teufel" erneut mit Schnelligkeit und gutem Kombinationsspiel überzeugten, musste sich der NEV im Regelfall auf das Defensivspiel konzentrieren. Dies sollte auch zwei Drittel lang recht gut gelingen, obwohl mit Evgenij Kozhevnikov (Rückenprobleme) zu Beginn des zweiten Abschnitts ein weiterer Stürmer ausfiel. Richtig dicke sollte es jedoch in den letzten 20 Minuten kommen. Während die Neusser Kräfte zusehends schwanden, drehten die unter professionellen Bedingungen trainierenden Gastgeber noch einmal richtig auf. Nicht weniger als acht Tore schenkten die Hessen dem NEV im Schlussdrittel ein, der die ungleichen Grundvoraussetzungen zwischen beiden Teams nun doch noch einmal deutlich zu spüren bekam. Neben der Tatsache, dass man sich so auch im dritten Spiel in Bad Nauheim eine zweistellige Niederlage einfing, ärgerte auch die Spieldauerdisziplinarstrafe, die Daniel Pering in der Schlussphase im Anschluss an einen Zweikampf an der Bande aufgebrummt bekam. Nachdem der Verteidiger schon beim letzten Aufeinandertreffen gegen Königsborn gesperrt zusehen musste, wird er nun auch beim Auftakt der Qualifikationsrunde gegen das Team aus Unna fehlen.

1. Drittel: 1:0 (3.) Barta 2:0 (6.) Piwowarczyk 3:0 (12.) Weibler
2. Drittel: 4:0 (25.) Weibler 5:0 (36.) Piwowarczyk
3. Drittel: 6:0 (42.) Schwab 7:0 (43.) Schwab 8:0 (44.) Filobok 9:0 (50.) Weibler 10:0 (50.) Piwowarczyk 11:0 (52.) Schwab 12:0 (56.) Filobok 13:0 (60.) Wex
Strafen: Bad Nauheim 14 - Neuss 16 + 10 Brinkmann + 5 + Spieldauer Pering
Zuschauer: 227

Neusser EV - Königsborner JEC 8:4 (2:0; 3:2; 3:2)

Die Erleichterung auf Neusser Seite war nach dem Spiel groß. Das “Finale” im Kampf gegen den letzten Platz entschied der NEV mit 6:3 für sich und überließ somit den Gästen endgültig die “Rote Laterne”. Im Spiel zweier gleichwertiger Teams war letztendlich die Reaktivierung der letztjährigen Neusser Top-Sturmreihe entscheidend, die fünf Tore erzielte.
Da Andrej Fuchs nur fünf Verteidiger zur Verfügung standen, entschied er sich, Kai Oltmanns wieder auf seine ursprüngliche Position zwischen Boris Fuchs und Holger Schrills zu stellen und in der Defensive mit zwei Reihen zu agieren. Nachdem die überragende Sturmformation der vergangenen Saison aufgrund von Ausfällen und taktischen Umstellungen in der Oberliga nur selten gemeinsam auf Torejagd gehen konnte, schien sich diese Maßnahme schon nach 40 Sekunden auszuzahlen, als Schrills auf Vorlage von Oltmanns zum 1:0 traf. Für den zweiten Neusser Treffer zeichnete sich dann Letztgenannter verantwortlich, nachdem zuvor Igor Furda den Ausgleich markiert hatte. Schönheitspreise waren im Kellerduell erwartungsgemäß nicht zu vergeben, dennoch überzeugten die NEV-Cracks mit Einsatz und aggressivem Körperspiel. Die Gäste aus Unna, die drei der vier bisherigen Duelle für sich entschieden hatten, blieben weiterhin gefährlich und wurden in der Schlussminute des ersten Drittels durch einen weiteren Treffer ihres Routiniers Furda belohnt, der kurz zuvor noch am Pfosten gescheitert war. Auch im zweiten Abschnitt erwischten die Neusser den besseren Start und schienen nach einem schönen Treffer von Alexander Brinkmann die Partie in den Griff zu bekommen. Die Bulldogs bewiesen jedoch Kampfgeist und drängten zwischen der 30. und der 40. Minute auf den erneuten Ausgleich. Dieser fiel erst zu Beginn des letzten Drittels nach einem Patzer von Dennis Kohl, der dennoch wieder eine sehr starke Partie bot und unter dem Strich ein entscheidender Faktor für den späteren Erfolg war. Gleiches galt für Holger Schrills, der in dieser Saison bisher noch nicht vom Schussglück verfolgt wurde, beim wichtigen 4:3 aber in alter Torjägermanier vollstreckte (45.). Während Kai Oltmanns kurz darauf wegen einer Strafe gegen Sven Sauer (2+10) in die Defensive zurück beordert werden musste, erhöhte Königsborn noch einmal den Druck, wurde aber in der Schlussphase durch einen Doppelschlag von Schrills und Oltmanns ausgebremst. Dank des Erfolgs im direkten Duell wird der NEV die Vorrunde als Tabellenachter am kommenden Sonntag mit einem Auswärtsspiel in Bad Nauheim beenden.

1. Drittel: 1:0 (0:40) Schrills (Oltmanns) 1:1 (2:01) Furda (Schlicht, Rangen) 2:1 (3:06) Oltmanns (Hoffmann, Sassen) 2:2 (19:27) Furda (Vyskoc, B. Proyer)
2. Drittel: 3:2 (22:09, 5-4 ÜZ) Brinkmann (Kozhevnikov, Sassen)
3. Drittel: 3:3 (41:17) N. Proyer (M. Potthoff, Schlicht) 4:3 (44:43) Schrills (Oltmanns, Sauer) 5:3 (53:15) Schrills (Büermann, Fuchs) 6:3 (54:44, 5-4 ÜZ) Oltmanns (Fuchs, Büermann)
Strafen: Neuss 8 + 10 Sauer - Königsborn 8 + 10 Schneider
Zuschauer: 107

EHC Dortmund - Neusser EV 8:1 (2:0; 6:1; 0:0)

Bei der Meisterfeier des EHC Dortmund war der NEV nur Statist. Weitaus mehr als die standesgemäße Niederlage gegen die Westfalen schmerzten jedoch die Strafen gegen Sebastian Bongartz und Daniel Pering, die Sperren für das Spiel gegen Unna zur Folge haben.
Nur ein Punkt fehlte dem EHC Dortmund vor der Partie zum Gewinn der Meisterschaft, und dass dieser gegen den NEV geholt werden sollte, wurde frühzeitig klar. Nachdem Neuss in dieser Saison mit defensiver Taktik respektable Ergebnisse gegen die Westfalen erzielt hatte, sollte auch diesmal die Priorität auf die Sicherung des eigenen Gehäuses gelegt werden - der Gegner ließ den Neussern allerdings auch keine andere Wahl. Mit fast vier kompletten Reihen machte der Spitzenreiter von Anfang an konsequent Druck und schnürte das Neusser Team über weite Strecken des ersten Drittels in der Verteidigungszone ein. Dass der Führungstreffer erst in der 17. Minute fallen sollte, lag neben dem kämpferischen Einsatz der Neusser vor allem an Torhüter Dennis Kohl, der an diesem Abend rund 80 Schüsse auf seinen Kasten bekam - was neben seiner Leistung auch alles über die Kräfteverhältnisse auf dem Eis aussagt. Zu Beginn des zweiten Abschnitts halfen jedoch auch die Paraden des 33-Jährigen nicht mehr, vier Tore in fünf Minuten sorgten für frühzeitige Partystimmung auf den gut gefüllten Rängen. Angesichts der beeindruckenden Vorstellung der Gastgeber kam es fast schon überraschend, dass Daniel Pering nach guter Vorarbeit von Evgenij Kozhevnikov den Anschlusstreffer erzielen konnte (30.). In der Folgezeit konnten die Neusser das Spiel immerhin deutlich offener gestalten, was angesichts eines komfortablen Vorsprungs aber auch an der etwas nachlassenden Konsequenz der Gastgeber lag. Ausdauer zeigten beide Teams allerdings bei einigen unsauberen Aktionen, von denen jedoch nur eine bestraft wurde. Sebastian Bongartz musste nach einem Check gegen Dieter Orendorz frühzeitig vom Eis, darüber hinaus kassierte Daniel Pering in der gleichen Situation seine dritte Disziplinarstrafe dieser Saison - beide werden dem Team gegen Königsborn fehlen. Nachdem die Bulldogs ebenfalls ihre Freitagspartie verloren, kommt es nun am Sonntag zu einem Endspiel im Kampf gegen die "Rote Laterne", bei dem die Neusser alles dafür geben werden, die Gäste auf Distanz zu halten.

Gratulation an den EHC Dortmund zum souveränen Titelgewinn!

1. Drittel: 0:1 (11:14) 1:0 (16:07) Breiter (Kreuzmann, Thau) 2:0 (17:46) Thau (Preibisch, Neumann)
2. Drittel: 3:0 (20:09) Breiter (Hördler, Schweiger) 4:0 (22:15, 5-4 ÜZ) Schembri (Eickmann, C. Ziolkowski) 5:0 (22:22) Henk (Höveler, Hensel) 6:0 (25:40) Schembri (Lavallee, Kreuzmann) 7:0 (28:51, 5-4 ÜZ) Schembri (Lavallee, Kirschbauer) 7:1 (29:53) Pering (Kozhevnikov) 8:1 (39:06, 5-4 ÜZ) C. Ziolkowski (Lavallee, Schembri)
3. Drittel: Fehlanzeige
Strafen: Dortmund 2+ 10 Thau - Neuss 18 + 5 + Spieldauer Bongartz + 10 Pering + 10 Kozehvnikov
Zuschauer: 1094

Neusser EV - Ratinger Ice Aliens 3:5 (1:2; 1:1; 1:2)

Auch im zweiten Spiel des Wochenendes wahrten die Neusser bis in die Schlussphase die Chance auf einen Punktgewinn, standen aber am Ende mit leeren Händen da. Die Gäste aus Ratingen nutzten ihre spielerische Überlegenheit zu einem unter dem Strich verdienten Sieg und bleiben so im Rennen um Platz fünf.
NEV-Trainer Andrej Fuchs musste im Derby auf die erkrankten Kai Oltmanns, Daniel Pering, Sven Ernst und Patrick Maj verzichten, so dass trotz des Einsatzes seines Sohnes Alexander keine drei Reihen zur Verfügung standen. Die Gäste mussten gar mit zwölf Feldspielern auskommen, hatten aber so ziemlich alle Leistungsträger dabei, was bereits in der Anfangsphase deutlich wurde. Ratingen erwischte den etwas besseren Start und verzeichnete die ersten Chancen, während der NEV insbesondere bei seinem ersten Überzahlspiel nach sieben Minuten für Torgefahr sorgen konnte. Während die Neusser kämpferisch zu überzeugen wussten, hatten die Gäste spielerische Vorteile und nutzten diese anschließend zu einer 2:0-Führung - bei beiden Treffern kamen die Torschützen unbedrängt zum Abschluss. Anders sah es bei Evgenij Kozhevnikovs Anschlusstreffer aus, der sich gegen einen Ratinger Verteidiger durchsetzte und so für eine schnelle Antwort auf den zweiten Aliens-Treffer sorgte. Dass sich in der Drittelpause das Neusser Kinderprinzenpaar dem Publikum präsentierte, schien sich diesmal nicht Glück bringend auf die Gastgeber auszuwirken, denn die Ice Aliens nutzten in Person von Marco Postma erneut die sich bietenden Freiräume und stellten den alten Abstand wieder her. Wie schon am Freitag ließen sich die Neusser jedoch nicht abschütteln und markierten während einer kurzen 5:3-Überzahl ihren zweiten Treffer (26.). In der Folgezeit lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, aus dem die Torhüter Kohl und Dillmann als Sieger hervorgingen. Erstgenannter musste erst nach 45 Minuten wieder hinter sich greifen, dann aber auch direkt sein Gehäuse verlassen, da er beim Rettungsversuch mit dem Torschützen zusammengestoßen war. Auch wenn Philipp Büermann umgehend auf 3:4 verkürzte, konnte der NEV nicht mehr den ganz großen Druck aufbauen. Während Jan Görge in der 58. Minute die beste Chance auf den Ausgleich vergab, sorgte anschließend eine Zeitstrafe gegen Boris Fuchs schon fast für das Ende der Neusser Hoffnungen. Schahab Aminikia machte nach zwei zwischenzeitlichen Ratinger Pfostentreffern drei Sekunde vor der Schlusssirene alles klar.

1. Drittel: 0:1 (11:14) De. Fischbuch (Schiefner, Priebsch) 0:2 (18:03) Gries (Aminikia) 1:2 (18:58) Kozhevnikov (B. Fuchs)
2. Drittel: 1:3 (20:53) Postma (Schumacher, Kohmann) 2:3 (25:17, 5-3 ÜZ) Sassen
3. Drittel: 2:4 (44:58) De. Fischbuch 3:4 (45:58) Büermann (Brinkmann, Bongartz) 3:5 (59:57) Aminikia (Kohmann, Tegkaev)
Strafen: Neuss 8 - Ratingen 10
Zuschauer: 157

Lippe Hockey Hamm - Neusser EV 6:3 (0:0; 4:2; 2:1)

Das Quäntchen Glück, das man noch gegen Herne hatte, fehlte diesmal. In Hamm liefen die Neusser stets einem Rückstand hinterher und nahmen sich letztendlich selbst die Chance auf eine Schlussoffensive.
Dass es nach dem 6:2-Heimspielsieg über Lippe Hockey Hamm auch auswärts etwas zu holen geben könnte, wurde schon im ersten Drittel deutlich. Die Zuschauer sahen ein abwechslungsreiches Spiel mit guten Chancen auf beiden Seiten, die dank der guten Vorstellung beider Torhüter (Voigt und Kohl) jedoch ohne zählbaren Erfolg blieben. Dies sollte sich im zweiten Abschnitt ändern, als Routinier Jaroslav Buchal den engagierten Start seines Teams mit dem 1:0 belohnte (22.). Neuss blieb ein gleichwertiger Gegner und erzielte durch Philipp Büermann verdientermaßen den Ausgleich, dem jedoch nur zwölf Sekunden später die erneute Führung der Gastgeber folgte (28.). Das muntere Wettschießen fand auch nach Boris Fuchs' Tor zum 2:2 seine Fortsetzung, so trafen beide Teams innerhalb einer Minute die Latte des jeweiligen gegnerischen Gehäuses. Um so ärgerlicher, dass die bis dahin in Überzahl nicht sehr effektiv aufgetretenen Young Stars eine doppelte kleine Strafe gegen Lukas Hoffmann nutzen konnten, um den NEV erstmals mit zwei Toren auf Abstand zu halten. Dass auch die Schützlinge von Trainer Andrej Fuchs mit personeller Überlegenheit nicht allzu viel anzufangen wussten, wurde anschließend deutlich, denn bei vier folgenden Überzahlspielen verpasste man es, die Aufholjagd einzuläuten. Dies geschah dann aber in der 52. Spielminute, als Holger Schrills aus kurzer Distanz den dritten Neusser Treffer markierte. Den gewohnt kämpferischen NEV-Cracks gab dies trotz müde werdender Beine Auftrieb und als sich vier Minuten vor dem Ende eine weitere Überzahlchance ergab, setzte man alles daran, diese auch wahrzunehmen. Allerdings vernachlässigten die Neusser dabei ihre Defensivarbeit in haarsträubender Weise, indem sie nach einem Abspielfehler einen Drei-auf-eins-Konter der Lippestädter zuließen, die diese Einladung zur Vorentscheidung dankbar annahmen. Durch den Verzicht auf die Rückwärtsbewegung um den verdienten Lohn der Mühen gebracht, hatte der Tabellensiebte anschließend kein Problem, gegen frustrierte Neusser noch einmal nachzulegen. Dabei wäre durchaus mehr drin gewesen.

1. Drittel: Fehlanzeige
2. Drittel: 1:0 (21:25) Buchal (Plate) 1:1 (27:03) Büermann (Brinkmann, Bongartz) 2:1 (27:15) Neubert (Vanek, Jablonski) 2:2 (31:30) Fuchs (Schrills, Oltmanns) 3:2 (35:40, 5-4 ÜZ) Vanek (Svejda, Plate) 4:2 (37:46) Jasik (Johannhardt, Jablonski)
3. Drittel: 4:3 (51:51) Schrills (Brinkmann) 5:3 (57:31, 4-5 UZ) Jasik (Köchling) 6:3 (59:54) Plate (Svejda, Vanek)
Strafen: Hamm 22 - Neuss 16
Zuschauer: 230

Neusser EV - Herner EV 6:5 n.V. (1:1; 3:1; 1:3; 1:0)

Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die Zuschauer im Neusser Südpark. Eine in jeder Beziehung abwechslungsreiche und unterhaltsame Partie entschied der NEV in der Verlängerung für sich und verließ damit den letzten Tabellenplatz.
Während Trainer Andrej Fuchs krankheitsbedingt erneut nicht an der Bande arbeiten konnte, standen dem NEV aus demselben Grund nicht einmal drei Reihen zur Verfügung. Diese begannen gegen die ebenfalls ersatzgeschwächten Gäste jedoch mutig, druckvoll und zielstrebig, vergaßen dabei nur zunächst das Toreschießen. Stellte der Herner Führungstreffer nach zehn Minuten den Spielverlauf auf den Kopf, so sorgte Kevin Brings’ Ausgleich zumindest annähernd für Gerechtigkeit. Auch im zweiten Drittel spielten die Jungs von Aushilfs-Coach Daniel Benske munter nach vorne und kaschierten so einige Mängel in der Defensive, in der Sven Sauer nach fünfwöchiger Verletzungspause sein Comeback gab. Mit drei Toren innerhalb von sechs Minuten holten die Neusser das nach, was sie zuvor versäumt hatten. Hernes Trainer Sikorski nahm daraufhin seinen unglücklich agierenden Torhüter Lüttges zugunsten von Stefan Kornewald vom Eis. Diese Entscheidung sollte sich als wirksam erweisen, denn nachdem Neuss noch mehrere gute Chancen vergab, fingen sich die zwischenzeitlich arg in Nöte geratenen Gäste wieder und markierten zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt den Anschlusstreffer zum 2:4. Im letzten Abschnitt folgte ein regelrechter Sturmlauf des frisch gebackenen Pokalsiegers, der nun aus allen Lagen schoss und die Partie gegen zunehmend kraftlos wirkende Neusser mit drei Treffern innerhalb von sieben Minuten drehte. Als dann auch noch NEV-Torhüter Dennis Kohl von einem Distanzschuss am Kopf getroffen wurde, schien sich alles gegen die Neusser verschworen zu haben. Auch wenn der Schlussmann nach längerer Behandlung weiter machen konnte, fanden seine Vorderleute kein Mittel gegen die nun sicher stehende HEV-Defensive. So sah es nach einer weiteren Heimniederlage aus, ehe Kapitän Ronny Sassen sein Team acht Sekunden vor dem Ende mit dem Ausgleich erlöste. Als kurz vor Ablauf der folgenden Verlängerung auch noch Evgenij Kozhevnikov ins Schwarze traf, war der Jubel groß. Durch den Erfolg revanchierte man sich indirekt für die Niederlage beim ersten Aufeinandertreffen, das Herne nach ähnlich kuriosem Verlauf mit identischem Ergebnis für sich entschieden hatte.

1. Drittel: 0:1 (10:15) Pigache (Kuntu-Blanksson, Heise) 1:1 (13:08) Brings (Maj, Hoffmann)
2. Drittel: 2:1 (22:38) Sauer (Kozhevnikov) 3:1 (27:26) Bongartz (Kozhevnikov, Brinkmann) 4:1 (28:18) Bongartz 4:2 (39:59) Pigache (Grein, Linda)
3. Drittel: 4:3 (42:43) Fischbach (Kruminsch, Pigache) 4:4 (46:18) Gogulla (Heise) 4:5 (49:41) Pigache (Kruminsch, Fischbach) 5:5 (59:52) Sassen (Kozhevnikov, Schrills)
Verlängerung: 6:5 (64:49, GWS) Kozhevnikov (Fuchs, Büermann)
Strafen: Neuss 6 - Herne 6
Zuschauer: 132

Neusser EV - EV Duisburg 3:7 (0:3; 0:3; 3:1)

Mit dem Duell gegen den EV Duisburg beendete der NEV die Serie gegen die vier Spitzenteams der Liga. Trotz eines zwischenzeitlich deutlichen Rückstands erreichten die ersatzgeschwächten Neusser erneut ein recht akzeptables Ergebnis.
Nachdem am Wochenende auch in Neuss die Grippewelle zugeschlagen hatte, standen gerade einmal dreizehn halbwegs gesunde Feldspieler der Stammformation zur Verfügung. So sollte es zum Abend der Premieren werden, denn auf dem Eis gaben Bastian Jakob (als 2. Torhüter) und Niklas Solder (Köln DNL) ihren Einstand, während Juniorentrainer Uwe Malz den ebenfalls erkrankten Andrej Fuchs vertrat. Da mit Oliver Mebus und Dennis Appelhans zwei Doppellizenzspieler aus Krefeld den NEV verstärkten, konnten immerhin drei Reihen zusammengestellt werden. Diese mussten sich von Beginn an eines Gegners erwehren, der zwei Tage nach seiner empfindlichen Niederlage im Pokalfinale sichtbar auf Wiedergutmachung aus war. Bereits nach 75 Sekunden brachte Tom Fiedler die Gäste in Führung und auch im Anschluss blieben diese trotz gelegentlicher Neusser Chancen spielbestimmend. Jeweils auf Vorlage ihres Top-Stars Alexander Selivanov sorgten Janne Kujala und erneut Fiedler bis zur ersten Pausensirene für einen deutlichen Duisburger Vorsprung. Auch im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Füchse bissig und ließen ihren Gegner nur selten zur Entfaltung kommen. In einer fairen Partie, die Hauptschiedsrichter Marc Müller keine große Mühe bereitete, legte bereits erwähnter Selivanov zügig den vierten Treffer nach, so dass erst gar kein Zweifel am sicheren Erfolg des klaren Favoriten aufkommen sollte. Nachdem Daniel Huhn auf 5:0 erhöhen konnte, machte Tom Fiedler seinen Hattrick perfekt (34.). Damit war der Torhunger der Wedaustädter vorerst gestillt, so dass diese es im letzten Drittel ein wenig ruhiger angehen ließen. Die günstige Gelegenheit nutzten die Neusser, um wieder einmal zu beweisen, dass sie auch nach deutlichen Rückständen stets bemüht sind, eine Ergebniskorrektur zu ihren Gunsten zu erreichen. Lohn der kämpferischen Mühen waren die Anschlusstreffer von Alexander Brinkmann und Dennis Appelhans, der seinen ersten Torerfolg im Seniorenbereich feierte. Über seinen ersten Treffer in der Oberliga durfte sich auch Lukas Hoffmann freuen, der nach dem zwischenzeitlichen 2:7 in der 55. Minute den Endstand markierte.

1. Drittel: 0:1 (1:15) Fiedler (Burym, Niederberger) 0:2 (12:05) Kujala (Selivanov, Taube) 0:3 (15:35) Fiedler (Selivanov, Huhn)
2. Drittel: 0:4 (21:32) Selivanov (Taube, Fiedler) 0:5 (26:08, 5-4 ÜZ) Huhn (Fiedler, Burym) 0:6 (33:08) Fiedler
3. Drittel: 1:6 (41:01) Brinkmann (Bongartz) 2:6 (43:08) Appelhans 2:7 (50:55) Schöbel (Fiedler, Huhn) 3:7 (54:43, 5-4 ÜZ) Hoffmann (Bongartz, Brinkmann)
Strafen: Neuss 10 - Duisburg 10
Zuschauer: 112

Neusser EV - EHC Dortmund 3:8 (0:2; 2:2; 1:4)

Auch das dritte von vier Spielen gegen die Spitzenteams der Liga lief nach dem gleichen Muster ab: Die Neusser hielten gegen den Tabellenführer lange Zeit mehr als gut mit und gerieten erst im letzten Drittel endgültig auf die Verliererstraße.
Angesichts des Duells zwischen dem Tabellenletzten und dem Spitzenreiter stimmte es vor der Begegnung wenig optimistisch, dass Trainer Andrej Fuchs nicht einmal drei Reihen aufbieten konnte. Die Mannschaft präsentierte sich davon unbeeindruckt im ersten Abschnitt als konzentriert arbeitendes Kollektiv, das aus einer stabilen Defensive mit Kontern versuchte, zum Erfolg zu kommen. Während Evgenij Kozhevnikov und Sven Ernst an Dortmunds Torhüter scheiterten, entsprach es dennoch den Kräfteverhältnissen auf dem Eis, dass Kevin Thau mit einer schönen Einzelleistung den Führungstreffer für die Gäste markieren konnte (15.). Ärgerlich war hingegen, dass sich der NEV kurz vor der Pausensirene von den Westfalen überrumpeln ließ und in der Schlusssekunde den zweiten Gegentreffer kassierte. Dass es an diesem Abend kein Spaziergang für die Dortmunder würde, wurde im zweiten Drittel deutlich. Zunächst fälschte Boris Fuchs einen Oltmanns-Schuss unhaltbar zum 2:1 ab, ehe sich die NEV-Cracks fast fünf Minuten lang mit einem oder zwei Feldspielern weniger erfolgreich gegen die zu diesem Zeitpunkt nicht sehr kreativen Elche wehrten. Als Sebastian Bongartz fünf Sekunden vor dem Ablauf der letzten Strafzeit gar den Ausgleich markierte, schien die Rollenverteilung im Anschluss in Frage gestellt zu werden. Nach einer großen Strafe gegen Dortmunds Martin Schweiger, der Kevin Brings mit dem Schläger am Kinn verletzt hatte, zeigten sich die Neusser während ihrer Überzahl allerdings ähnlich unproduktiv wie zuvor der Tabellenführer. Dieser schien mit einem Doppelschlag zum Ende des zweiten Drittels für klare Verhältnisse zu sorgen, doch die Neusser Moral war immer noch intakt. Nachdem Sebastian Bongartz noch die große Chance zum erneuten Anschlusstreffer vergab, markierte Boris Fuchs diesen zu Beginn des letzten Abschnitts. Erneut schien eine Überraschung möglich, doch dann waren es die Kanadier in Reihen des EHC, die sich als spielentscheidende Akteure erwiesen und mit gelungenen Kombinationen für den zuvor erwarteten Ausgang sorgten. Erst nach dem 3:6 gab die bis dahin aufopferungsvoll kämpfende, nun aber entkräftete Rumpftruppe auf.

1. Drittel: 0:1 (14:58) Thau (Kreuzmann, Neumann) 0:2 (19:59) Schweiger (Lavallee, Kirschbauer)
2. Drittel: 1:2 (21:33, 5-4 ÜZ) Fuchs (Bongartz, Oltmanns) 2:2 (26:42, 4-5 UZ) Bongartz (Büermann, Görge) 2:3 (37:00, 5-4 ÜZ) Hördler (Neumann, Thau) 2:4 (37:36) Höveler (Thau, Hördler)
3. Drittel: 3:4 (43:30) Fuchs (Bongartz, Sassen) 3:5 (45:58) Lavallee (Schembri, Martin) 3:6 (47:26) Lavallee (Schembri, Martin) 3:7 (50:28, 5-4 ÜZ) Thau (Kreuzmann, Hördler) 3:8 (53:58) Breiter (Hördler, Kirschbauer)
Strafen: Neuss 18 + 10 (Kozhevnikov) - Dortmund 10 + 5 + Spieldauer Schweiger
Zuschauer: 129

ESC Moskitos Essen - Neusser EV 7:2 (1:0; 4:2; 2:0)

Wie schon gegen Bad Nauheim bot der NEV dem Favoriten lange Paroli. Hielt man bis kurz vor dem Ende des zweiten Drittels das Spiel offen, so wurde man letztendlich erneut um das eine oder andere Tor zu hoch geschlagen.
Nachdem die Neusser zwei Tage zuvor schon gute Erfahrungen mit der “kontrollierten Offensive” gemacht hatten, knüpften sie in Essen an die effektive Strategie aus dem Nauheim-Spiel an. Aus einer stabilen Defensive heraus versuchten die NEV-Cracks, mit engagierter Spielweise die Gastgeber frühzeitig zu stören und darüber hinaus mit Kontern gefährlich zu bleiben. Dies gelang im ersten Abschnitt sehr gut, denn die offensivstärkste Mannschaft der Liga konnte in ihrem Tatendrang gebremst werden und lag nach 20 Minuten “nur” mit 1:0 in Führung. Auch im zweiten Abschnitt waren die Neusser ein hartnäckiger Gegner, mussten sich aber verstärkt in Unterzahl bewähren, was die Moskitos nach einer knappen halben Stunde zum Ausbau des Vorsprungs nutzen konnten. Zum wiederholten Male in dieser Saison hatte Neuss Probleme mit der Spielleitung von Hauptschiedsrichter Daniels, der “Kleinigkeiten” rigoros bestrafte, auf der anderen Seite aber bei offensichlichen groben Vergehen mehr als nur ein Auge zudrückte. Die Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs ließ sich davon nicht demoralisieren und kam nach einem gewonnenen Bully zum verdienten Anschlusstreffer durch Evgenij Kozhevnikov. Als Patrick Maj zwei Minuten später gar das 3:2 erzielte, schien kurzzeitig sogar eine Überraschung im Bereich des Möglichen zu liegen. Die Gastgeber reagierten jedoch kaltschnäuzig im Stile einer Spitzenmannschaft und legten bis zur zweiten Pause mit erfolgreichen Distanzschüssen zum 5:2 nach. Im letzten Abschnitt versuchten die Neusser, die auf die erkrankten Jan Görge und Kai Oltmanns verzichten mussten, noch einmal alles und blieben weiterhin torgefährlich, Zählbares konnte aber nicht mehr verzeichnet werden. Die Essener waren diesbezüglich zielstrebiger und konnten durch die jeweils zweifachen Torschützen Geisberger und Straube das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben. Trotz der letztendlich zu hoch ausgefallenen Niederlage musste man sich ob der geschlossenen Mannschaftsleistung auf Neusser Seite nicht grämen, auch diesmal konnte sich der NEV achtbar aus der Affäre ziehen.

1. Drittel: 1:0 (9:38) Stähle (Richter, Weilert) 2:0 (9:12, 5-4 ÜZ) Richter (Stähle, Petrozza)
2. Drittel: 3:0 (33:18, 5-4 ÜZ) Richter (Stähle, Petrozza) 3:1 (34:52) Kozhevnikov (Fuchs) 3:2 (36:37) Maj (Kretschmann, Schaub) 4:2 (37:00) Straube (Kastner, Koziol) 5:2 (39:52) Geisberger (Kastner, Koziol)
3. Drittel: 6:2 (51:34) Geisberger (Koziol, Lupzig) 7:2 (55:30, 5-4 ÜZ) Straube (Lupzig, Koziol)
Strafen: Essen 8 - Neuss 18
Zuschauer: 240

Neusser EV - RT Bad Nauheim 3:9 (0:3; 2:1; 1:5)

Trotz des am Ende doch recht deutlichen Ergebnisses lieferte der NEV gegen seinen Angstgegner über weite Strecken eine gute Leistung ab. Erst im Schlussabschnitt fehlte die nötige Konzentration. Nachdem der NEV bei den letzten beiden Begegnungen gegen die Hessen auf verlorenem Boden stand und jeweils zweistellig verlor, wurde schon zu Spielbeginn deutlich, dass sich das Neusser Team diesmal einen anderen Verlauf vorstellte. Mutig, lauffreudig und mit der nötigen Aggressivität wollte man die Gäste gar nicht erst zu ihrem schnellen Kombinationsspiel kommen lassen, was durchaus zu funktionieren schien. Zwar waren die Roten Teufel erwartungsgemäß überlegen, der NEV präsentierte sich jedoch wahrlich nicht als willenloses Opfer. Dass die Kurstädter nach dem ersten Abschnitt trotzdem mit 3:0 führten, lag allerdings an deren individueller Klasse, die auch mit leidenschaftlichem Einsatz nicht zu egalisieren war. Auf der Gegenseite besaßen Evgenij Kozhevnikov und Sebastian Bongartz die besten Neusser Chancen, scheiterten jedoch an Torhüter Markus Keller. Dass sich Hartnäckigkeit auszahlt, zeigte sich erst im zweiten Drittel. Sven Ernst setzte sich an der Bande durch und spielte vor das Tor, wo Niklas Hofmann im Nachschuss den Anschlusstreffer markierte. Der gab den Gastgebern weiteren Auftrieb, obwohl Manuel Weibler kurz danach in Überzahl den alten Abstand wieder herstellte. Eine Minute vor dem Drittelende störten die Krefelder Youngster Schaub und Kretschmann im Verbund mit Sebastian Bongartz konsequent den Nauheimer Spielaufbau und belohnten sich durch Letztgenannten mit dem 2:4 für ihr Engagement. Auch den erneuten Rückschlag zu Beginn der letzten zwanzig Minuten durch eine sehenswerte Einzelleistung von Alexander Althenn steckten die NEV-Cracks gut weg und kamen durch Boris Fuchs noch einmal heran, der ebenso wie Kapitän Ronny Sassen nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback feierte. Dafür, dass es nicht mehr spannend wurde, sorgten Marius Pöpel und erneut Alexander Althenn, die mit einem Doppelschlag in der 46. Minute die Verhältnisse gerade rückten. Zwar zeigten sich die Neusser bis zur Schlusssirene weiter kämpferisch, nun verstärkt vorkommende Schwächen im Defensivverhalten nutzte das Team aus der Wetterau jedoch kaltschnäuzig aus.

1. Drittel: 0:1 (8:07) Schwab (Baum, Gare) 0:2 (9:29) Baldys (Bauscher, Mangold) 0:3 (11:54) Gare (Baum, Mangold)
2. Drittel: 1:3 (30:07) Hofmann (Brings, Ernst) 1:4 (35:13, 5-4 ÜZ) Weibler (Piwowarczyk, Schwab) 2:4 (38:50) Bongartz (Kretschmann)
3. Drittel: 2:5 (43:32) Althenn (Piwowarczyk, Weibler) 3:5 (44:14) Fuchs (Schrills, Oltmanns) 3:6 (45:20) Pöpel (Piwowarczyk, Weibler) 3:7 (45:57) Althenn (Piwowarczyk, Weibler) 3:8 (55:49) Barta (Piwowarczyk) 3:9 (57:09, 5-4 ÜZ) Gare (Piwowarczyk, Schwab)
Strafen: Neuss 10 - Bad Nauheim 6
Zuschauer: 101

Königsborner JEC - Neusser EV 5:1 (2:0; 0:1; 3:0)

Unna ist in dieser Saison keine Reise wert. Nach dem Aufschwung mit Siegen am vergangenen Wochenende musste der NEV auch die letzten drei von insgesamt neun Zählern den Bulldogs überlassen. Nach einem “verschlafenen” Auftaktdrittel reichte es nicht mehr zu einer erfolgreichen Aufholjagd. Drei späte Gegentore besiegelten das Schicksal des NEV, bei dem Krefelds DNL-Verteidiger Dennis Appelhans einen soliden Einstand gab.
Wie schon gewohnt waren es neben den Torhütern exakt drei Reihen, die aufgestellt werden konnten, wobei nur vier der 15 Feldspieler älter als 21 Jahre waren. Die junge Truppe erwischte nach dem optimalen Auftakt in Ratingen diesmal einen deutlichen Fehlstart, der sich nach neun Minuten bereits am Ergebnis ablesen ließ. Marvin Kühl und Igor Furda nutzten die Gunst der Stunde, die ihnen die zu weit entfernten Neusser Gegenspieler großzügig offenbarten. Die Folge des verschlafenen ersten Drittels war ein 0:2-Rückstand und ein fassungsloser Trainer. Dieser schien in der Pause jedoch die richtigen Worte gefunden zu haben, präsentierte sich die Mannschaft doch ab der 21. Minute so, wie dies im direkten Duell gegen den letzten Platz nötig ist. Obwohl mit Jan Görge nun auch noch der vorletzte etatmäßige Verteidiger grippegeschwächt aufgeben musste, erhöhten die NEV-Cracks die Spielanteile und Torchancen. Der Lohn der Mühen stellte sich in der 30. Minute ein, als der zu Saisonbeginn “nur” für die Junioren eingeplante Julian Leutner sein erstes Oberliga-Tor erzielte. Sein Distanzschuss fand den Weg an Freund und Feind vorbei ins Königsborner Gehäuse. Das Spiel war wieder offen und wog hin und her, so dass beide Teams abwechselnd zu guten Möglichkeiten kamen. Auch im letzten Abschnitt setzte sich dies bis in die Schlussphase fort, wobei Kai Oltmanns bei einem Alleingang die beste Gelegenheit gegen Unnas Torhüter Paton vergab. So sollte es an Matthias Potthoff liegen, die Partie zu Gunsten der Blau-Weißen zu entscheiden. Als die Neusser in der 58. Minute in Überzahl auf den Ausgleich drängten, verpasste der frühere DEL-Stürmer dem NEV den Fangschuss. Seinen Konter zum 3:1 hatten die Quirinusstädter noch gar nicht verdaut, da netzte der 23-Jährige vier Sekunden später gar ein weiteres Mal ein. Niklas Proyer hatte kurz danach wenig Mühe, gegen enttäuschte Neusser den Endstand zu markieren. Fazit: Der NEV konnte am Wochenende durchaus beweisen, dass mit ihm weiterhin zu rechnen ist. In der wichtigsten der drei Partien brachte er sich jedoch um den Lohn der Mühen und fiel dadurch wieder auf den letzten Tabellenplatz zurück.

1. Drittel: 1:0 (3:21) Kühl (N. Proyer, Frach) 2:0 (8:45, 5-4 ÜZ) Furda (Vyskoc, Schnieder)
2. Drittel: 2:1 (29:51) Leutner (Kozhevnikov)
3. Drittel: 3:1 (57:08, 4-5 UZ) M. Potthoff 4:1 (57:18, M. Potthoff (Rangen) 5:1 (59:45, 5-4 ÜZ) N. Proyer (Buchwitz)
Strafen: Königsborn 12 - Neuss 12 + 10 Appelhans
Zuschauer: 58

Ratinger Aliens - Neusser EV 2:4 (1:3; 1:1; 0:0)

Was für ein Spiel. Nach 60 nicht immer hochklassigen, aber bis zum Schluss spannenden Minuten feierte der NEV das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison und verließ damit gleichzeitig den letzten Tabellenplatz. Mit einer taktischen und kämpferischen Glanzleistung sicherten sich die Fuchs-Schützlinge verdientermaßen die Punkte. Darauf gilt es in den kommenden Wochen aufzubauen.
Nachdem die Neusser durch den Heimsieg gegen Hamm neues Selbstvertrauen getankt hatten, rechneten sie sich auch in Ratingen Chancen aus. Im Duell zweier ersatzgeschwächter Mannschaften erwischte der NEV einen optimalen Start. Philipp Büermann konnte zwei Bilderbuch-Konter erfolgreich abschließen, ehe Holger Schrills mit dem 0:3 schon in der neunten Minute für ungläubige Freude unter den mitgereisten Fans sorgte. Diese spielte dem NEV genau in die Karten, der auch in der Folgezeit aus einer stabilen Abwehr agierte und in Dennis Kohl einen überragenden Schlussmann besaß, der mit zahlreichen Paraden seinen Anteil am späteren Sieg haben sollte. Bis dahin sollte es jedoch noch ein hartes Stück Arbeit werden, zumal Daniel Pering zu Beginn des zweiten Abschnitts von Hauptschiedsrichter Franz vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde, der an diesem Abend unglücklich agierte und sich insbesondere auf Neusser Seite keine Freunde machte. Zwar behaupteten sich die NEV-Cracks während der folgenden fünfminütigen Unterzahl gut, nach einer furiosen Rettungsaktion von Kohl gegen Schahab Aminikia netzte Letztgenannter aber Sekunden später doch noch zum 2:3 ein. Eine zu diesem Zeitpunkt mögliche Wende verhinderte jedoch Jan Görge, der den Gastgebern mit einem platzierten Schlagschuss den Wind aus den Segeln nahm (38.). Auch zu Beginn des letzten Drittels sah es nicht nach einer Aufholjagd aus, im Gegenteil, die Neusser feierten den vermeintlichen fünften Treffer durch Evgenij Kozhevnikov, den der Schiedsrichter - wohl irrtümlich - an der Latte wähnte und deshalb nicht anerkannte. Die folgenden Proteste brachten Holger Schrills noch eine Disziplinarstrafe ein, nachdem zuvor schon Jan Görge aus gleichem Grund auf die Strafbank geschickt wurde. In der Schlussphase wurde es noch einmal eng. Die Gastgeber versuchten es nun mit der Brechstange und als die Neusser strafzeitenbedingt für 91 Sekunden mit drei Feldspielern agieren mussten, sahen sie sich gleich sechs gegnerischen Akteuren gegenüber. Doch auch die Abwehrschlacht der letzten Minuten wurde bravourös gemeistert, so dass der Jubel anschließend umso größer war.

1. Drittel: 0:1 (2:55) Büermann (Bongartz) 0:2 (5:02, 4-5 UZ) Büermann (Brinkmann) 0:3 (8:22) Schrills (Kozhevnikov) 1:3 (15:42) De. Fischbuch (Postma)
2. Drittel: 2:3 (32:00, 5-4 ÜZ) Aminikia (Priebsch) 2:4 (37:51, 5-4 ÜZ) Görge (Brinkmann)
3. Drittel: 4:2 (43:45) Jablonski (Svejda, Vanek) 5:2 (52:45, 5:4 ÜZ) Oltmanns 6:2 (58:48, 5:4 ÜZ) Büermann
Strafen: Ratingen 10 - Neuss 14 + 5 + Spieldauer Pering + 10 Görge + 10 Schrills
Zuschauer: 207

Neusser EV - Lippe Hockey Hamm 6:2 (2:0; 2:1; 2:1)

ENDLICH! Die Mannschaft lebt noch. Das konnte man von der ersten Sekunde an spüren! Die erste Möglichkeit hatte zwar Hamm, doch der sehr gut aufgelegte Dennis Kohl vereitelte diese Einschusschance. Danach spielte zunächst nur noch der NEV und kam so zu Chancen durch Oltmanns und Maj. In der 5. Minute (4:32) war es Evgenij Kozhevnikov der auf Zuspiel das 1:0 erzielte. Danach spielte nur noch Neuss, von Hamm war absolut nichts zu sehen. Doch die besten Chancen wurden entweder vom besten Hammer Benjamin Vogt vereitelt oder es war einfach Pech, welches weitere Treffer verhinderte. Phillipp Büermann schaffte es bei angezeigter Strafzeit dann doch das 2:0 zu erzielen, nach 13:22 traf er in die Maschen. 30 Sekunden später traf Patrick Maj nur den Pfosten und auch im weiteren Verlauf spielte nur eine Mannschaft: Der Neusser EV!! Eine vier oder fünf Tore-Führung hätte zum Ende des ersten Drittels eher den Spielverlauf widergespiegelt.
Auch nach der Pause waren es die Neusser die das Spiel bestimmten, doch Vanek schaffte nach 4 Minuten den Anschluss. Das gab den Gästen Auftrieb und so nahmen sie das Spiel in die Hand und Dank Dennis Kohl und guten Abwehrleistungen blieb es bei der zu knappen Neusser Führung. Doch der NEV blieb mit Kontern immer gefährlich. Irgendwann kämpften sie sich dann wieder zurück ins Match und kamen zu erneut zu guten Chancen. Belohnt wurde dies in der 35. Minute durch Holger Schrills, auch wenn ein anderer Torschütze angesagt wurde. Das gab weiteren Auftrieb und vor der Pause kam gar noch zum 4:1 (Bongartz 51.)! Ein weiterer Pfostenknaller durch Holger Schrills, dann ging es in die zweite Pause.
Und auch diesmal kamen die Schützlinge um Trainer Fuchs besser aus der Kabine und bestürmten das Gehäuse der Gäste. Ein Tor wurde Ihnen versagt, lediglich ein dritter Pfostentreffer (Bongartz) sprang dabei heraus. Keine zwei Minuten später konnte Jablonski bei einem Konter auf 2:4 verkürzen. Die Reihe um Vanek und Svejda, beide sammelten hier Scorerpunkte, kann man halt nicht völlig ausschalten. Danach setze Hamm kurzzeitig alles auf eine Karte und bestürmte mit fünf Mann das Neusser Tor. Doch viel sprang dabei nicht heraus, im Gegenteil, Neuss blieb gefährlich und kam zu weiteren guten Möglichkeiten. So blieb u.a. in der 48. Minute der Puck auf der Linie liegen... Das Spiel, eigentlich sehr fair, wurde nur von drei Undiszipliniertheiten der Hammer überschattet, doch statt drei großen Strafen, traf es nur Jaroslav Buchal, der nach einem Stockschlag zurecht frühzeitig duschen gehen mußte. Dadurch vermehrten sich die Chancen der Neusser. Ein weiterer Pfostenschuss sprang dabei heraus sowie Alleingänge von Bongartz und Oltmanns. Letzterer schaffte es endlich Voigt zu überwinden und machte mit dem 5:2 alles klar. Danach mußte zwar Dennis noch 1-2 eingreifen, aber der Sieg stand zu diesem Zeitpunkt fest. Phillipp Büermann sorgte dann 1:12 vor Spielende für das Endergebnis! 6:2!
Was für ein lockerer Sieg! Von der ersten Sekunde an waren wir besser, motivierter und so war der Sieg verdient und fiel unterm Strich viel zu niedrig aus. Torhüter Voigt verhinderte mit tollen Paraden einen zweistelligen Sieg der Neusser!

1. Drittel: 1:0 (4:32) Kozhevnikov (Schrills) 2:0 (13:22) Büermann (Brinkmann)
2. Drittel: 2:1 (24:04) Vanek (Cillik) 3:1 (34:14) Schrills (Kozhevnikov, Büermann) 4:1 (37:12) Bongartz (Brinkmann)
3. Drittel: 4:2 (43:45) Jablonski (Svejda, Vanek) 5:2 (52:45, 5:4 ÜZ) Oltmanns 6:2 (58:48, 5:4 ÜZ) Büermann
Strafen: Neuss 8 - Hamm 16 + 5 + Spieldauer Buchal
Zuschauer: 105

Neusser EV - RT Bad Nauheim 1:11 (0:4; 0:3; 1:4)

Der Lieblingsgegner des NEV werden die Roten Teufel aus Bad Nauheim wohl nicht mehr. Wie schon beim letzten Aufeinandertreffen war man gegen die Hessen chancenlos. Nachdem der NEV beim 0:13 in Bad Nauheim die einzige zweistellige Niederlage des Jahres 2010 einstecken musste, waren die Neusser fest entschlossen, es diesmal nicht so weit kommen zu lassen. Dank der Unterstützung aus Krefeld und der Rückkehr von Daniel Pering und Holger Schrills stellten sich im ersten Abschnitt gleich vier Sturmreihen den Gästen entgegen, die trotz des ungünstigen Spieltermins mit 19 Akteuren angereist waren. Gelangten die NEV-Cracks beim letzten Duell bereits in der Anfangsphase auf die Verliererstraße, so ging die Rechnung diesmal sechs Minuten lang auf, denn so lange stemmte man sich erfolgreich gegen den Rückstand, für den sich dann Alexander Althenn verantwortlich zeichnete. In der Folgezeit wurde jedoch deutlich, dass die mit zahlreichen Profis angetretenen Gäste zumindest eine Nummer zu groß für den NEV waren. Mit Schnelligkeit, aggressivem Forechecking und traumwandlerisch sicheren Kombinationen stellten die Hessen ihre Gegenspieler vor unlösbare Probleme, so dass Torhüter Daniel Petry bis zur Drittelpause noch dreimal hinter sich greifen musste. Auch im zweiten Abschnitt gönnte der Tabellenzweite dem NEV eine kurze Atempause, eher er dann umso unbarmherziger zuschlug. Erneut Althenn und anschließend Kyle Piwowarczyk erhöhten noch vor der “Halbzeit” auf 6:0, während Teufel-Schlussmann Stephen Ritter recht selten ernsthaft gefordert wurde. Dies sollte sich im Schlussabschnitt etwas bessern, denn Neuss kam nun vermehrt zu Torchancen und wurde durch Marc Schaub mit dem Ehrentreffer belohnt (43.). Zu diesem Zeitpunkt stand es jedoch bereits 0:8 und nur 44 Sekunden später klingelte es erneut im Neusser Gehäuse. Die Hoffnungen, eine zweistellige Niederlage vermeiden zu können, zerschlugen sich sehr schnell und so sorgten Landon Gare und Pierre Wex für das Endergebnis einer über weite Strecken einseitigen Partie, in der die NEV-Cracks nur in punkto Körperspiel gleichwertig waren. So blieb die Erkenntnis, dass beide Teams sportlich wie finanziell Welten trennen und dass die Punkte zum Verlassen des letzten Tabellenplatzes gegen andere Teams geholt werden müssen.

1. Drittel: 0:1 (6:02) Althenn (Gare, Filobok) 0:2 (8:27) Weibler (Gare) 0:3 (12:24) Schwab Gare, Franz) 0:4 (17:29) Barta (Striepeke, Schwab)
2. Drittel: 0:5 (26:47) Althenn (Striepeke, Piwowarczyk) 0:6 (27:21) Piwowarczyk (Striepeke, Wex) 0:7 (33:20) Weibler (Baum, Piwowarczyk)
3. Drittel: 0:8 (40:38) Althenn (Filobok, Franz) 1:8 (42:14) Schaub (Pauli) 1:9 (42:58) Piwowarczyk (Schwab, Bauscher) 1:10 (44:03, 5-4 ÜZ) Gare (Piwowarczyk, Weibler) 1:11 (45:52) Wex (Piwowarczyk, Striepeke)
Strafen: Neuss 6 - Bad Nauheim 8
Zuschauer: 102

Herner EV - Neusser EV 6:4 (2:0; 3:2; 1:2)

Was die Neusser Youngster in Herne ablieferten, war schon aller Ehren wert. Ohne sechs Leistungsträger zeigte der NEV eine gute Leistung, die einen Punktgewinn verdient gehabt hätte. Wer vor dem Spiel einen flüchtigen Blick auf die Neusser Mannschaftsaufstellung warf, könnte diese kurzzeitig für eine Juniorenmannschaft gehalten haben. Elf der 16 Akteure, die sich dem Herner EV entgegen stellten, waren 21 Jahre alt oder jünger, darunter sämtliche Verteidiger - inklusive der “Aushilfen” Kai Oltmanns und Kevin Brings. Diese machten mit Unterstützung der Offensivabteilung ihre Sache von Beginn an gut, mussten jedoch trotz konzentrierter Arbeit bis zur ersten Pausensirene zwei Gegentreffer hinnehmen. Wer nun glaubte, der Tabellenfünfte würde das Spiel gegen die dezimierten Neusser locker über die Zeit schaukeln, wurde im zweiten Abschnitt eines Besseren belehrt. Gestützt auf den gut aufgelegten Daniel Petry im Gehäuse wurden die Quirinusstädter immer mutiger und verkürzten bis zur “Halbzeit” auf 3:2, wobei Sebastian Bongartz noch einen Penalty vergab (24.). Den Ärger über die verpasste Chance wandelte der Ersatz-Kapitän jedoch in positive Energie um, denn die Sturmreihe mit den Kollegen Büermann und Brinkmann überzeugte mit Kampfkraft und Spielintelligenz. Anschließend zeigten die Gastgeber wieder ihre Qualitäten, Philipp Louven setzte sich zweimal vor dem Neusser Tor durch und sorgte so für einen trügerischen 5:2-Vorsprung nach 40 Minuten. Als Sebastian Haßelberg zu Beginn des letzten Abschnitts den sechsten Treffer nachlegte, schien der Drops gelutscht. Doch obwohl der NEV nicht einmal drei komplette Reihen aufbieten konnte, bewies dieser wieder einmal Moral und Kämpferherz. Sebastian Bongartz und Alexander Brinkmann schlossen sehenswerte Kombinationen erfolgreich ab und so war das Spiel zehn Minuten vor dem Ende plötzlich wieder offen. In einer folgenden Überzahl wollten die Fuchs-Schützlinge ihre Aufholjagd fortsetzen, doch in dieser Situation waren sie mit dem Glück nicht im Bunde. Nichtsdestotrotz kämpften die Neusser unverdrossen weiter und besaßen durch Philipp Büermann noch eine weitere Großchance, der verdiente Lohn der Mühen sollte sich allerdings nicht mehr einstellen. Dennoch konnten die Quirinusstädter mit dem, was sie geleistet hatten, durchaus zufrieden sein.

1. Drittel: 1:0 (8:46) Pigache (Gerike, Haßelberg) 2:0 (17:40, 5-4 ÜZ) Gogulla (Liesegang)
2. Drittel: 2:1 (20:11) Brinkmann (Bongartz, Büermann) 3:1 (20:31) Hanke (Heise) 3:2 (29:56) Görge (Ernst, Maj) 4:2 (35:57) Louven (Liesegang, Gogulla) 5:2 (39:28) Louven (Liesegang, Gerike)
3. Drittel: 6:2 (41:28) Hasselberg (Gerike, Liesegang) 6:3 (44:34) Bongartz (Brinkmann) 6:4 (51:00) Brinkmann (Bongartz)
Strafen: Herne 6 - Neuss 8
Zuschauer: 446

Neusser EV - ESC Moskitos Essen 3:7 (0:5; 0:1; 3:1)

Wie schon in Duisburg erreichte die Neusser Rumpftruppe auch gegen Essen ein akzeptables Ergebnis. Ohne fünf Stammspieler lag man bereits frühzeitig deutlich zurück, kämpfte sich aber anschließend ins Spiel zurück.
Da sich die personelle Situation im Vergleich zum Dienstagsspiel nicht gebessert hatte, kam neben Alexander Fuchs mit Christian Schmitz ein weiterer Junior zum Einsatz, um zumindest drei Reihen aufbieten zu können. Auch der Gegner aus Essen war nicht frei von Verletzungssorgen, angesichts von deren Qualität im Kader ließen sich die Ausfälle jedoch leichter kompensieren. Nur fünf Minuten lang ließen die Gäste einen Zweifel daran, dass sie die Punkte mit auf die Heimreise nehmen würden. Anschließend war es die übliche Neusser Mischung aus individuellen Fehlern und dem Problem, dass man zu weit von seinem Gegenspieler entfernt steht, die dafür sorgte, dass die Moskitos für klare Verhältnisse sorgen konnten. Torhüter Daniel Petry musste machtlos mit ansehen, wie die Gäste ihre zum Teil sehenswerten Kombinationen routiniert abschlossen. Besonders ärgerlich war, dass man in den letzten 16 Sekunden noch zwei Gegentreffer kassierte, durch die bereits zur ersten Pause ein recht hoffnungsloser 0:5-Rückstand zu Buche stand. Der zweite Abschnitt schien zu beginnen, wie der erste aufgehört hatte, denn Herbert Geisberger machte in der 22. Minute seinen Hattrick perfekt und baute so den Vorsprung aus. In der Folgezeit bekamen die NEV-Cracks ihren Gegner jedoch besser in den Griff, auch wenn offensiv noch wenig gelang. Die beste Chance besaß noch Sven Ernst, der nach 31 Minuten den kurz zuvor ins Spiel gekommenen Patrick Wegner prüfte. Die zwischenzeitliche Befürchtung der ersten zweistelligen Heimniederlage sollte sich im letzten Drittel nicht bestätigen. Während der Tabellendritte bei seinen nicht mehr ganz so zielstrebig vorgetragenen Angriffen wiederholt an Daniel Petry scheiterte, witterte Neuss nach Philipp Büermanns Anschlusstreffer Morgenluft. Die Fuchs-Schützlinge versuchten nun mit Nachdruck, das Ergebnis zu ihren Gunsten zu verbessern und hatten dabei Erfolg. Christian Schmitz wurde bei seiner Premiere mit dem ersten Torerfolg belohnt, ehe Sven Ernst nachlegte und so für ein Resultat sorgte, mit dem man angesichts der Ausgangslage leben konnte.

1. Drittel: 0:1 (5:18) Petrozza (Stähle, Reese) 0:2 (6:59) Hauptig (Nieberle, Schneider) 0:3 (14:11, 5-4 ÜZ) Geisberger (Koziol, Straube) 0:4 (19:44) Koziol (Geisberger, Kastner) 0:5 (19:59) Geisberger (Koziol, Lupzig)
2. Drittel: 0:6 (21:41) Geisberger (Koziol, Lupzig)
3. Drittel: 1:6 (40:45) Büermann (Brinkmann, Bongartz) 2:6 (45:04) Schmitz (Maj) 3:6 (48:02) Ernst (Kozhevnikov) 3:7 (58:42) Hauptig (Stähle, Keussen)
Strafen: Neuss 4 - Essen 4
Zuschauer: 312

Königsborner JEC - Neusser EV 7:4 (1:2; 4:1; 2:1)

Den Jahresauftakt hatte man sich aus Neusser Sicht anders vorgestellt. Die cleveren Gastgeber aus Unna nutzten die hohe Neusser Fehlerquote, um den Abstand auf den NEV auf vier Zähler zu erhöhen.
Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Ronny Sassen und Sven Sauer hatten die Neusser Verantwortlichen und Spieler dem Kellerduell optimistisch entgegen gesehen. Da die vier Krefelder DNL-Akteure zur Verfügung standen, konnten drei Verteidigungs- und vier Sturmreihen aufgeboten werden, die die Gastgeber unter Druck setzen sollten. Dieses Konzept schien im ersten Drittel aufzugehen, Boris Fuchs und Philipp Büermann verwerteten die spielerische Überlegenheit zu einer 2:0-Führung. Einige unkontrollierte Befreiungsversuche der Bulldogs täuschten jedoch nicht darüber hinweg, dass diese die Neusser Hintermannschaft bereits in der Anfangsphase mehrfach überlaufen konnten und nur an Dennis Kohl und den eigenen Schwächen im Abschluss scheiterten. Als Jan Rademacher in der 14. Minute den Anschlusstreffer markierte, war dies ein erster erfolgreicher Warnschuss, der seine Wirkung nicht verfehlte. Mit Beginn des zweiten Drittels hatten sich die Königsborner bestens auf ihren Gegner eingestellt und nutzten dessen Schwächen konsequent aus. Mit aggressivem Forechecking provozierten sie haarsträubende Fehler im Neusser Spielaufbau, während die NEV-Cracks ihren Gegenspielern umgekehrt reichlich Raum und Zeit für deren schnörkel- und risikoloses Kombinationsspiel ließen. Dank vier Toren in Folge kippte die Begegnung, wobei Boris Fuchs anschließender zweiter Treffer das zarte Pflänzchen Hoffnung sprießen ließ. Für das letzte Drittel bündelten die Neusser noch einmal ihre Kräfte und setzten den KJEC erneut unter Druck, der sich zunehmend auf das Defensivspiel konzentrierte. Um so ärgerlicher, dass Ivan Dornic einen der nun wenigen Konter zum 6:3 verwerten konnte, was sämtliche Neusser Planungen durchkreuzte (46.). Zwar gab Sebastian Bongartz umgehend die richtige Antwort, an der dicht gestaffelten Abwehr um Unnas sicheren Torhüter Paton biss man sich jedoch in der Folgezeit trotz aller Bemühungen die Zähne aus. Auch die Herausnahme von Dennis Kohl zugunsten eines sechsten Feldspielers hatte nicht den gewünschten Effekt zur Folge, sondern nur den siebten Gegentreffer, als die Begegnung bereits entschieden war.

1. Drittel: 0:1 (5:33) Fuchs (Kozhevnikov) 0:2 (7:11, 5-4 ÜZ) Büermann (Mebus) 1:2 (13:29) Rademacher (M. Potthoff, A. Kuchnia)
2. Drittel: 2:2 (23:01) Dornic (Schnieder) 3:2 (26:58) Schnieder (Dornic, Zech) 4:2 (29:31, 4-5 UZ) A. Kuchnia (M. Potthoff) 5:2 (35:13) Sondern (Kühl, N. Proyer) 5:3 (37:32) Fuchs (Kozhevnikov, Schrills)
3. Drittel: 6:3 (45:33) Dornic (Schnieder) 6:4 (46:11) Bongartz (Brinkmann) 7:4 (59:55, ENG) Rademacher (Zech)
Strafen: Königsborn 10 - Neuss 4
Zuschauer: 110

EV Duisburg - Neusser EV 6:2 (4:0; 2:1; 0:1)

Zwei Tage nach der Schlappe in Bad Nauheim zeigte sich der NEV von dieser gut erholt. Trotz erheblicher Personalprobleme in der Defensive konnten die Fuchs-Schützlinge über weite Strecken mithalten. Die schwere Verletzung von Sven Sauer trübte jedoch den ansonsten guten Gesamteindruck.
Ähnlich wie das vorherige Spiel in Bad Nauheim begann die Partie aus Neusser Sicht wenig erfreulich. Nicht einmal vier Minuten waren gespielt, da brachte Malte Bergstermann die Gastgeber in Führung. Diese waren von Anfang an darauf bedacht, für klare Verhältnisse zu sorgen und ließen den NEV-Cracks nur selten Raum zur Entfaltung. Der mit einer Förderlizenz der spielfreien DEG Metro Stars ausgestattete Diego Hofland legte nach zehn Minuten den zweiten Treffer nach, was durchaus den Spielanteilen entsprach. Nach gerade einmal 15 Minuten sackte dann der vom Puck im Gesicht getroffene Sven Sauer zusammen und wurde umgehend ins Krankenhaus gefahren. Die frustrierende Diagnose: Doppelter Bruch des Unterkiefers. Der Verteidiger muss am Silvestertag operiert werden und die nächsten Tage im Duisburger Krankenhaus verbringen. Noch ohne Kenntnis der Schwere der Verletzung beorderte Trainer Andrej Fuchs seinen Stürmer Kevin Brings in die Defensive, die auf drei Akteure zusammengeschrumpft war. Der 20-Jährige sollte auf der ungewohnten Position durchaus gefallen und könnte zu einer ernsthaften Alternative werden, sofern die Probleme in der Hintermannschaft weiterhin anhalten. Obwohl man mit Daniel Pering nur noch über einen erfahrenen Verteidiger verfügte, wurden die Neusser in der Folgezeit mutiger und tauchten immer häufiger vor dem Duisburger Gehäuse auf, in dem Christoph Oster nun auch seine Fähigkeiten zeigen durfte. Mit Kampf- und Lauffreude gelang es zunehmend, dem hohen Favoriten Widerstand zu leisten, der allerdings bei Neusser Strafzeiten gnadenlos zuschlug und vier von fünf Überzahlspielen vorzeitig mit Torerfolgen beendete. Dank der größeren Cleverness im Abschluss sollte es bis zum 6:0 dauern, ehe Alexander Brinkmann im Nachschuss den Ehrentreffer markieren konnte. Für den Schlusspunkt zeichnete sich Routinier Boris Fuchs verantwortlich, der fünf Minuten vor dem Ende nach einem Bully-Gewinn für eine nochmalige Ergebniskorrektur zugunsten des NEV sorgte.

1. Drittel: 1:0 (3:10) Bergstermann (Hofland, Müller) 2:0 (9:55) Hofland (Hrstka, Schafranski) 3:0 (14:54, 5-4 ÜZ) Selivanov (Taube, Kujala) 4:0 (18:46, 5-4 ÜZ) Selivanov (Kujala, Hrstka)
2. Drittel: 5:0 (25:01, 5-4 ÜZ) Bergstermann (Bovenschen) 6:0 (29:34, 5-4 ÜZ) Huhn (Fiedler, Schöbel)
3. Drittel: 6:1 (37:20, 5-4 ÜZ) Brinkmann (Schaub, Pering) 6:2 (54:47) Fuchs (Kozhevnikov)
Strafen: Duisburg 18 - Neuss 14
Zuschauer: 825

RT Bad Nauheim - Neusser EV 13:0 (6:0; 3:0; 4:0)

In Bad Nauheim kam der NEV böse unter die Räder. Die Neusser standen von Anfang an auf verlorenem Posten und mussten die erste zweistellige Niederlage der Saison hinnehmen.
Sechs zweistellige Siege hatte es in der Oberliga West bislang gegeben und die Eishockey-Cracks des Neusser EV durften bislang zufrieden sein, dass sie gegen die Profi-Teams der Liga den Schaden in Grenzen halten konnten. Dass das Spiel in Bad Nauheim zu einer harten Belastungsprobe würde, war den Quirinusstädtern schon vor der Begegnung klar. In der Kurstadt angekommen, wurde den Neussern jedoch frühzeitig klar, dass sie zur falschen Zeit am falschen Ort aufgetaucht waren. Nach einem wenig überzeugenden Auftritt in Hamm schienen die Gastgeber Wiedergutmachung betreiben zu wollen und brannten von der ersten Spielminute an ein Offensivfeuerwerk ab, dem die Neusser wenig entgegen zu setzen hatten. Immer wieder standen die Fuchs-Schützlinge zu weit von ihren Gegenspielern entfernt, die sich für die Freiräume konsequent bedankten. NEV-Torhüter Dennis Kohl stand unter Dauerbeschuss und musste in der ersten Viertelstunde gleich sechsmal hinter sich greifen, ehe er entnervt den Kasten verließ. Sein Stellvertreter Daniel Petry hatte fortan die wenig dankbare Aufgabe, sich dem Sturmwirbel der Gastgeber entgegen zu stellen, was ihm bis zur Drittelpause erfolgreich gelang. Im zweiten Abschnitt machten die "Roten Teufel" allerdings dort weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten und versäumten es dabei nicht, die Galerie mit dem einen oder anderen Kabinettstückchen zu verwöhnen. So rollten in gewohnter Weise die Angriffswellen auf das Neusser Tor, in dem Daniel Petry Schwerstarbeit zu verrichten hatte. Nachdem es beim Stand von 9:0 in die zweite Pause gegangen war, sollte im Schlussabschnitt das geschehen, was man drei Monate lang erfolgreich hatte vermeiden können. Bad Nauheims Kanadier Landon Gare sorgte in der 46. Minute für die erste zweistellige NEV-Niederlage, ehe dessen Mannschaftskollegen noch etwas für die eigene Statistik taten. Am Ende stand ein frustrierendes 13:0 zu Buche, und die Erkenntnis, dass man nur an guten Tagen gegen dermaßen stark besetzten Spitzenteams bestehen kann.

1. Drittel: 1:0 (1:01) Cardona (Gare, Schwab) 2:0 (5:08) Piwowarczyk (Barta, Franz) 3:0 (9:03, 5-4 ÜZ) Weibler (Gare, Kohl) 4:0 (12:01) Schwab(Gare, Cardona) 5:0 (13:24, 5-4 ÜZ) Filobok (Baldys, Franz) 6:0 (13:42) Striepeke (Gare, Kohl)
2. Drittel: 7:0 (21:35) Althenn (Baldys, Kohl) 8:0 (27:34) Bauscher (Striepeke, Baum) 9:0 (35:23) Bauscher (Striepeke)
3. Drittel: 10:0 (45:01) Gare (Cardona, Piwowarczyk) 11:0 (48:34) Cardona (Baum) 12:0 (55:05) Bauscher (Striepeke) 13:0 (58:08) Cardona
Strafen: Bad Nauheim 6 - Neuss 18 + 10 Oltmanns + 10 Pering
Zuschauer: 759

EHC Dortmund - Neusser EV 7:1 (2:0; 3:1; 2:0)

Auch im dritten Duell mit dem Spitzenreiter stand der NEV auf verlorenem Posten. Eine halbe Stunde lang konnten die Neusser das Spiel recht offen gestalten, ehe die Dortmunder für klare Verhältnisse sorgten.
Trotz der widrigen Witterungsbedingungen erreichte der NEV-Tross die verschneite Westfalenmetropole ohne größere Probleme. Trainer Andrej Fuchs konnte auf die Krefelder Youngster Christian Kretschmann und Andreas Pauli zurückgreifen, musste jedoch auf die verletzten Sven Sauer, Holger Schrills und Julian Leutner sowie den gesperrten Sebastian Bongartz verzichten. Auf Seiten des Gegners hatte sich die personelle Situation wieder normalisiert, nachdem dieser das Pokalspiel in Neuss noch wegen Verletzungsproblemen abgesagt hatte. Dementsprechend starteten die Gastgeber in gewohnter Weise druckvoll, doch die Neusser hatten sich gut auf ihren Kontrahenten eingestellt und hielten entschlossen dagegen. Dass die Westfalen Elche mit einer 2:0-Führung in die erste Pause gehen konnten, ging aufgrund des Chancenübergewichts dennoch in Ordnung. Nachdem Sebastian Eickmann in der achten Minute für den ersten Torerfolg der Gastgeber gesorgt hatte, legte Martin Schweiger in der zwölften Minute nach. Zu Beginn des zweiten Abschnitts wurde Christian Kretschmann bei einem Gegenzug gefoult, woraufhin Schiedsrichter Marc Müller folgerichtig auf Penalty entschied. Nachdem der 17-Jährige am Freitag in der gleichen Situation noch am gegnerischen Torhüter gescheitert war, bewies er Nervenstärke und bezwang den erfahrenen Boris Ackers im Dortmunder Gehäuse (22.). Der haushohe Favorit stand nun wieder unter Zugzwang, wurde seiner Rolle aber schnell gerecht. Nils Sondermann stellte den alten Abstand wieder her, ehe David Hördler und Christoph Ziolkowski mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung sorgten. Der 5:1-Zwischenstand nach 40 Minuten sollte auch im letzten Abschnitt lange Bestand haben, ehe die Gastgeber das Ergebnis in der Schlussphase deutlicher gestalteten, als es dem Spielverlauf entsprach. Zunächst durfte sich mit Lars Grözinger auch der Dortmunder Doppellizenz-Spieler aus der Krefelder Talentschmiede über seinen Torerfolg freuen, ehe David Hördler kurz vor der Sirene den Endstand markierte.

1. Drittel: 1:0 (7:32, 5-4 ÜZ) Eickmann (Henk, C. Ziolkowski); 2:0 (11:59) Schweiger (Kreuzmann, Breiter)
2. Drittel: 2:1 (21:50, Penalty) Kretschmann; 3:1 (25:34) Sondermann (Henk, Thau); 4:1 (35:33) Hördler (Schweiger, Neumann); 5:1 (36:19) C. Ziolkowski (Henk, Thau)
3. Drittel: 6:1 (57:27) Grözinger (Hensel); 7:1 (58:20, 5-4 ÜZ) Hördler (Neumann, Kreuzmann)
Strafen: Dortmund 4 - Neuss 18 + 10 Oltmanns + 10 Pering
Zuschauer: 257

Neusser EV - Ratinger Ice Aliens 2:3 (0:0; 1:2; 1:1)

Dieses rheinische Derby konnte man durchaus als Plädoyer für die Nachwuchsförderung verstehen. Während für den NEV 15 Spieler mit einem Höchstalter von 23 Jahren aufliefen, stellten die Gäste 14 Akteure der gleichen Altersklasse. So verwunderte es auch nicht, dass auf beiden Seiten die Youngsters dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Angesichts des in einigen Situationen sichtbar angeknacksten Selbstbewusstseins hätte ein Punktgewinn dem NEV durchaus gut getan.
Dank der Unterstützung aus Krefeld konnte Trainer Andrej Fuchs diesmal neben Oliver Mebus und Christian Kretschmann (beide 17) erstmals auch Marc Schaub (18) und Andreas Pauli (17) einsetzen, die reichlich Möglichkeit bekommen sollten, ihr Talent unter Beweis zu stellen. In einer Formation mit dem als Verteidiger aufgebotenen Kai Oltmanns setzten die vier Doppellizenzspieler frühzeitig Akzente, während auf Seiten der Gäste vier DNL-Spieler der Düsseldorfer EG mitwirkten. Nach einem ausgeglichenen Anfangsdrittel mit vereinzelten Chancen für beide Teams nahm die Begegnung im zweiten Abschnitt an Fahrt auf. Nachdem Artur Tegkaev die Ratinger in der 24. Minute in Führung bringen konnte, scheiterte sein Mannschaftskollege Thorsten Gries in der gleichen Spielminute mit einem Penalty an Dennis Kohl. Sein Gegenüber, Torsten Schmitt, konnte sich ebenfalls nicht über Arbeit beklagen, sorgten doch insbesondere die erwähnten Nachwuchstalente für ordentlich Verkehr vor dem Ratinger Gehäuse. Nach einem sehr guten, aber erfolglosen Überzahlspiel erwiesen sich die Gäste im Power-Play als effektiver, als erneut Tegkaev zum 0:2 traf (32.). Zwei Minuten später war es dann Evgenij Kozhevnikov, der sich für den überfälligen Neusser Torerfolg verantwortlich zeichnete. Zu Beginn des letzten Abschnitts drängten die Neusser vehement auf den Ausgleich, der Andreas Pauli auch nach 44 Minuten gelang. Ratingen konterte jedoch prompt durch Thorsten Gries, woraufhin sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch lieferten. Während Dennis Kohl sein Team mehrfach im Spiel hielt, vergab auch der NEV in Person von Christian Kretschmann einen Strafschuss (56.). In der Schlussphase haderten die Neusser mit den Entscheidungen von Schiedsrichter Schütz, der ein Stockfoul an Sebastian Bongartz ungeahndet ließ, anschließend aber mit zwei Zeitstrafen gegen Neuss dazu beitrug, dass der knappe Sieg der Außerirdischen nicht mehr in Gefahr geriet. Mit dem Glück im Bunde war man auch nicht bei der vor dem Spiel durchgeführten Auslosung des NRW-Pokal-Halbfinals, die dem NEV mit einem Auswärtsspiel in Duisburg die schwerstmögliche Kombination bescherte.

1. Drittel: Fehlanzeige
2. Drittel: 0:1 (23:08) Tegkaev (De. Fischbuch, Lahmer); 0:2 (31:18, 5-4 ÜZ) Tegkaev (Kohmann, De. Fischbuch); 1:2 (33:52) Kozhevnikov (Brinkmann)
3. Drittel: 2:2 (44:06) Pauli (Kretschmann, Schaub); 2:3 (45:13) Gries (Tegkaev, De. Fischbuch)
Strafen: Neuss 14 + 10 + Spieldauer Bongartz - Ratingen 8
Zuschauer: 124

Lippe Hockey Hamm - Neusser EV 8:2 (3:0; 2:1; 3:1)

Die Hoffnung, die Young Stars aus Hamm ein zweites Mal besiegen zu können, zerplatzte schon nach 18 Minunten. Im Anschluss an ein verschlafenes Anfangsdrittel fehlte das Selbstvertrauen für eine Aufholjagd.
Nachdem der NEV das letzte Duell beider Teams mit 5:2 für sich entscheiden konnte, glaubte man auch beim ersten Gastspiel im Hammer Maximilianpark an die Chance, das Punktekonto auffüllen und damit den undankbaren letzten Tabellenplatz verlassen zu können. Zwar fehlten mit Sven Sauer, Holger Schrills und Kai Oltmanns wichtige Spieler, doch auch die Westfalen mussten auf einige Leistungsträger verzichten. Im ersten Abschnitt besaßen die Gastgeber die besseren Möglichkeiten, weil die Neusser wie schon zwei Tage zuvor zu weit von ihren Gegenspielern entfernt standen. Nach dem Führungstreffer durch Feske (5.) hatte Haiko Hirsch nach einem an ihm verschuldeten Foul die Gelegenheit zum Ausgleich, der Stürmer scheiterte jedoch mit seinem Strafschuss am Pfosten (13.). Das Unheil sollte dann zum Ende des ersten Drittels über den NEV hereinbrechen, als nach einer unberechtigten Strafe wegen vermeintlich zu vieler Spieler auf dem Eis mit Alexander Brinkmann ein zweiter Neusser auf die Strafbank geschickt wurde. Der folgende Doppelschlag durch Jaroslav Buchal und Dieter Orendorz machte alle vorherigen taktischen Planungen zunichte. Zwar fingen sich die Neusser im Mittelabschnitt wieder und waren auch ein gleichwertiger Gegner, Hamms Routinier Vanek sorgte mit zwei Treffern jedoch dafür, dass sein Team nicht in Gefahr geraten sollte. Angesichts von zuletzt sechs Niederlagen in Folge schien auf Neusser Seite die mentale Stärke für eine Aufholjagd zu fehlen, obwohl sich die Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs trotz des deutlichen Rückstands nicht aufgab. Boris Fuchs, der schon zum zwischenzeitlichen 1:4 getroffen hatte, markierte in der 45. Minute auch den zweiten Neusser Treffer. Beide Tore waren sehenswert herausgespielt, obwohl der erfahrenste Neusser ohne seine üblichen Sturmpartner auskommen musste. Fehlen wird dem NEV bei der nächsten Begegnung auch Daniel Pering, der in der Schlussphase wegen eines Stockfouls mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine geschickt wurde. Das war dann allerdings der passende Abschluss eines Abends, der aus Neusser Sicht kaum unglücklicher hätte verlaufen können.

1. Drittel: 1:0 (4:58) Feske (Buchal, Vanek); 2:0 (17:27, 5-3 ÜZ) Buchal (Orendorz, Vanek); 3:0 (19:01, 5-4 ÜZ) Orendorz (Buchal, Plate)
2. Drittel: 4:0 (24:35) Vanek (Buchal); 4:1 (31:24) Fuchs (Kozhevnikov, Maj); 5:1 (36:14) Vanek (Buchal)
3. Drittel: 6:1 (42:04) Orendorz (Buchal, Vanek); 6:2 (44:45) Fuchs (Maj, Kozhevnikov); 7:2 (52:24) Ulrich; 8:2 (55:00) Cillik (Feske)
Strafen: Hamm 14 - Neuss 20 + 5 + Spieldauer Pering
Zuschauer: 120

Neusser EV - Herner EV 2:5 (0:1; 2:2; 0:2)

In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie setzten sich die Gäste verdient, aber um ein oder zwei Tore zu hoch, mit 2:5 durch. Dabei verpassten die Neusser einen durchaus möglichen Punktgewinn.
Während beim NEV neben den beiden Krefelder Förderlizenzspielern auch die zuletzt angeschlagen Evgenij Kozhevnikov und Boris Fuchs mit dabei waren, fehlten Holger Schrills und Sven Sauer verletzungsbedingt. Doch auch die Gäste mussten in Person von Curtis Billsten ihren Top-Torjäger ersetzen, so dass aus dem überragenden Herner Sturmduo nur sein Kollege Nils Liesegang auflaufen konnte. Beim Herner Führungstreffer sprang dafür Routinier André Grein in die Bresche, der die leichte Überlegenheit des HEV in Zählbares umsetzen konnte (10.). Die bis zu diesem Zeitpunkt in der Offensive ohne die nötige Durchschlagskraft agierenden Neusser setzten sich in der Schlussphase des ersten Drittels in der Abwehrzone der Gäste fest, doch erst nach dem Ablauf einer zweiminütigen 5:3-Überzahl war es Oliver Mebus, der mit seinem ersten Treffer für den NEV den erlösenden Ausgleich erzielte (22.). Als Sven Ernst beim ersten Einsatz der nominellen vierten Sturmreihe gar zum 2:1 traf, wurde deutlich, dass an diesem Abend ein Punktgewinn möglich sein würde. Obwohl Herne umgehend durch Philipp Hendle konterte, war es ein offenes Spiel, in dem die Mannschaft aus dem Ruhrgebiet jedoch stets zum richtigen Zeitpunkt zuschlug. Ein harter Rückschlag war beispielsweise Hendles zweiter Torerfolg, der mitten in eine Überzahl-Druckphase der Neusser platzte. Während der NEV phasenweise mit gutem Kombinationsspiel überzeugte, war letztendlich auch entscheidend, dass sich die Herner zu oft von ihren Gegenspielern lösen konnten und somit unbedrängt zum Abschluss kamen. Als Benjamin Hanke zu Beginn des letzten Abschnitts auf 4:2 erhöhte, war dies schon so etwas wie die Vorentscheidung. Den zuvor mehrfach an HEV-Torhüter Christian Lüttges gescheiterten Neussern gelang es in der Folgezeit nicht mehr, den Gegner ernsthaft zu gefährden. Als Trainer Andrej Fuchs im Anschluss an eine Auszeit alles auf eine Karte setzte, beseitigte Hanke mit seinem zweiten Treffer ins nun verwaiste Neusser Gehäuse die letzten Zweifel am Sieg der Truppe vom Gysenberg. Auch wenn es Kleinigkeiten waren, die den Ausschlag gaben, ging der Erfolg der Herner unter dem Strich in Ordnung.

1. Drittel: 0:1 (9:51) Grein (Hanke)
2. Drittel: 1:1 (21:24) Mebus (Oltmanns, Kretschmann); 2:1 (30:41) Ernst (Pering); 2:2 (32:47) Hendle (Liesegang); 2:3 (36:09, 4-5 UZ) Hendle (Liesegang, Boldt)
3. Drittel: 2:4 (42:06) Hanke (Grein, Oesterreich); 2:5 (57:17, ENG) Hanke
Strafen: Neuss 8 - Herne 12
Zuschauer: 178

ESC Moskitos Essen - Neusser EV 9:1 (3:0; 5:1; 1:0)

Gegen die derzeit stärkste Mannschaft der Oberliga West mussten die Neusser erkennen, dass es schon ein Teilerfolg ist, einen Treffer zu erzielen und nicht zweistellig zu verlieren. Mehr war angesichts der unterschiedlichen Voraussetzungen beider Teams nicht drin.
Nachdem die Moskitos bereits das letzte Duell mit 9:0 für sich entscheiden konnten, prallten auch in der Eissporthalle am Essener Westbahnhof zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite ein deutlich professionell geprägtes Team mit Zweitliga-Ambitionen, auf der anderen Seite eine Neusser Mannschaft, in der die Spieler die ganze Woche lang schulischen oder beruflichen Tätigkeiten nachgehen. Der Unterschied wurde auch auf dem Eis frühzeitig deutlich, obwohl der NEV in der Anfangsphase bei zwei Alleingängen die Chance besaß, in Führung zu gehen. Die läuferische und spielerische Überlegenheit der Gastgeber war noch deutlicher als die des EV Duisburg im Freitagsspiel. Warum die Moskitos zuletzt alle drei Konkurrenten der Spitzengruppe nacheinander besiegen konnten, war offensichtlich. Die Truppe von Trainer Jari Pasanen wirkte topfit und beeindruckte mit schnellem Spiel und traumwandlerisch sicheren Kombinationen. Auf Neusser Seite kam erschwerend dazu, dass Sven Sauer nach einem Puck-Treffer gegen die Hand länger behandelt werden musste und Holger Schrills Probleme mit dem Schliff seiner Schlittschuhe hatte. Bereits nach dem ersten Abschnitt war klar, dass es für den NEV nur um Schadensbegrenzung gehen würde. Auch im Mitteldrittel brannte es lichterloh vor dem Neusser Gehäuse und so sah es bald so aus, als würden die Quirinusstädter ihre erste zweistellige Niederlage der Saison kassieren. Alleine der Ehrentreffer durch Philipp Büermann, der nach einem Sassen-Schuss den folgenden Abpraller verwertete, war als Erfolgserlebnis einzustufen. Da es mit einem 1:8-Rückstand erneut in die Kabinen ging, drohte für die letzten zwanzig Minuten noch Schlimmeres. Dass die Höchststrafe vermieden werden konnte, lag daran, dass sich die Neusser Mannschaft mit der gewohnten Moral wehrte, und die Stechmücken zumindest nicht um jeden Preis zweistellig siegen wollten. So kamen auch die Neusser noch einmal besser ins Spiel, bei Chancen von Jan Görge und Kai Oltmanns ließ sich ESC-Torhüter Benjamin Finkenrath jedoch nicht mehr bezwingen.

1. Drittel: 1:0 (6:15) Richter (Keussen, Pietsch); 2:0 (11:33) Barg (Petrozza, Kastner); 3:0 (15:52) Miettinen (Geisberger, Koziol)
2. Drittel: 4:0 (23:36, 5-4 ÜZ) Geisberger (Koziol, Miettinen); 5:0 (24:13) Petrozza (Eichinger, Barg); 5:1 (26:16) Büermann (Sassen); 6:1 (29:26) Barg (Petrozza, Schneider); 7:1 (38:42) Barg (Petrozza, Richter); 8:1 (39:19) Koziol (Geisberger, Miettinen)
3. Drittel: 9:1 (57:15, 5-4 ÜZ) Koziol (Weilert, Straube)
Strafen: Essen 2 - Neuss 14
Zuschauer: 622

EV Duisburg - Neusser EV 7:1 (2:0; 2:0; 3:1)

Obwohl Einsatz und Körperspiel stimmten, wurde in Duisburg der finanziell bedingte Klassenunterschied deutlich. Gegen die mit zahlreichen Berufsspielern besetzten Füchse stand Neuss zwei Drittel lang auf verlorenem Posten - und hatte dennoch den besten Akteur auf dem Eis in den eigenen Reihen...
Obwohl beide Mannschaften verletzungsbedingt auf einige Spieler verzichten mussten, wurde schon in der Anfangsphase deutlich, dass es eine klare Angelegenheit würde. Den läuferisch und technisch überlegenen Gastgebern setzten die Neusser Kampf entgegen, doch dieser sollte angesichts der Qualität im Kader der Füchse nicht reichen. Zwar kamen die NEV-Cracks im ersten Drittel durch Philipp Büermann und Holger Schrills zu guten Konterchancen, im Regelfall waren es jedoch die Wedaustädter, die einen Schritt schneller waren und mit flüssigen Kombinationen für Torgefahr sorgten. Der wieder einmal hervorragend aufgelegte Dennis Kohl sorgte in seiner Heimatstadt dafür, dass sein Team "nur" mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause gehen konnte. Im zweiten Abschnitt verschärften sich die Gegensätze auf dem Eis, die vor allem bei den Special Teams deutlich wurden. Mit drei Überzahltoren sorgten die Gastgeber für klare Verhältnisse, während die Fuchs-Schützlinge an diesem Abend mit personeller Überlegenheit wenig anzufangen wussten. So beeindruckte Duisburgs Kanadier Cooper mit insgesamt fünf Scorerpunkten und der 472-fache NHL-Profi Aleksandr Selivanov mit Spielfreude und feiner Stocktechnik. Der überragende Mann stand jedoch zwischen den Pfosten des Neusser Gehäuses und verhinderte mit Glanzparaden eine derbe Klatsche. Erst im letzten Abschnitt bekam der bis dahin bestens beschäftigte Dennis Kohl einige Ruhepausen, da der EVD einen Gang zurück schaltete. Dies eröffnete den weiterhin engagiert zu Werke gehenden Neussern verstärkt die Möglichkeit, selbst die Offensivbemühungen zu forcieren, so dass der Ehrentreffer durch Sebastian Bongartz (52.) als verdienter Lohn der Mühen einzuordnen war. Zwar wären weitere Ergebniskorrekturen durchaus drin gewesen, angesichts der zwischenzeitlichen Überlegenheit der Gastgeber hätte es auf der anderen Seite jedoch auch noch schlimmer kommen können. So setzte sich letztendlich die Erkenntnis durch, dass der Wille zwar manchmal über das Talent siegen kann, es angesichts des Unterschiedes zwischen beiden Mannschaften an diesem Abend jedoch nur zur Schadensbegrenzung reichte.

1. Drittel: 1:0 (7:00) Fiedler (Huhn, Schöbel); 2:0 (15:31) Cooper (Selivanov, Taube)
2. Drittel: 3:0 (24:27) Selivanov (Bader, Cooper); 4:0 (26:32, 5-4 ÜZ) Taube (Cooper, Burym)
3. Drittel: 5:0 (36:54, 5-4 ÜZ) Schöbel (Müller, Fiedler); 6:0 (39:49, 5-4 ÜZ) Taube (Cooper, Bader); 6:1 (51:39) Bongartz; 7:1 (59:32) Burym (Cooper, Taube)
Strafen: Duisburg 8 - Neuss 12
Zuschauer: 688

Neusser EV - EHC Dortmund 1:3 (0:1; 0:1; 1:1)

Auch beim zweiten Heimspiel des Wochenendes zog sich der NEV achtbar aus der Affäre. Gegen den Spitzenreiter der Oberliga West zeigten die Fuchs-Schützlinge erneut eine sehr engagierte Vorstellung und unterlagen "nur" mit 1:3.
Wer sich vor der Partie an das erste Aufeinandertreffen beider Teams erinnerte, dürfte zumindest aus Neusser Sicht wohl kaum mit größeren Erwartungen in das Spiel gegangen sein. Anders als bei der 1:5-Niederlage vor sieben Wochen sollte man diesmal jedoch nicht chancenlos sein, auch wenn die Gäste das erste Drittel dominierten. Mit konzentrierter Defensivarbeit hielten die NEV-Cracks den Gästen stand, die mit der Empfehlung eines 14:4-Sieges über den Herner EV angereist waren. Die Neusser störten früh, suchten die Zweikämpfe und zeigten wie schon am Freitag große Laufbereitschaft. Alleine bei einer 5:3-Überzahl, die Dortmund eines Spitzenreiters würdig abschloss, musste der mit einer starken Leistung überzeugende Dennis Kohl die Scheibe aus dem Netz fischen (6.). Auch in der Offensive agierte die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen diesmal auffälliger als noch beim ersten Duell, so richtig beschäftigen konnte man Dortmunds Torhüter Boris Ackers jedoch erst kurz vor der Pausensirene, als mit Martin Schweiger der Schütze des Führungstreffers auf der Strafbank saß. Dies sollte sich allerdings im weiteren Spielverlauf ändern, denn die Neusser wurden immer mehr zu einem Gegner auf Augenhöhe, der sich und seine Gegenspieler nicht schonte. Kritikwürdig war an der kompakten Mannschaftsleistung höchstens die Produktion hochkarätiger Torchancen, denn selbst in doppelter Überzahl gelang es nicht, die Dortmunder Defensive mit schnellem Passspiel auszuhebeln. Die Westfalen wussten diesbezüglich besser zu überzeugen und nutzten auch ihr zweites Powerplay zügig aus, erneut war Schweiger der Torschütze (26.). Als die Gäste durch eine feine Einzelaktion von Manuel Neumann im letzten Abschnitt auf 0:3 erhöhten, war klar, dass es für den NEV nur noch darum gehen würde, ein gutes Resultat zu erreichen. Dies sollte auch gelingen, zumal Christian Kretschmann nach einem Schlagschuss vom Bullykreis seinen ersten Torerfolg für den NEV feiern durfte. Weniger erfreut dürfte Dortmunds guter Torhüter gewesen sein, dem durch den Ehrentreffer in der Schlussminute der begehrte Shut-out verwehrt blieb.

1. Drittel: 0:1 (5:52, 5-3 ÜZ) Schweiger (Neumann)
2. Drittel: 0:2 (25:52, 5-4 ÜZ) Schweiger (Breiter, Hördler)
3. Drittel: 0:3 (48:05) Neumann; 1:3 (59:14) Kretschmann (Schrills)
Strafen: Neuss 10 - Dortmund 10
Zuschauer: 128

Neusser EV - RT Bad Nauheim 1:6 (0:0; 1:2; 0:4)

Zwei Drittel lang präsentierten sich die Neusser auf Augenhöhe, bevor im letzten Drittel die Gäste aus Bad Nauheim ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht wurden.
Gegen einen der Top-Favoriten der aktuellen Oberliga-Saison musste Trainer Andrej Fuchs auf seinen Bruder Boris sowie Evgenij Kozhevnikov verzichten, die krankheitsbedingt ausfielen. Schien zu Beginn des Spiels noch vieles auf eine ruppige Partie hinzudeuten, beruhigten sich die Gemüter nach einer kurzzeitigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Spielern wieder, für die Marco Böhm und Igor Filobok stellvertretend mit doppelten kleinen Strafen auf das Sünderbänkchen geschickt wurden. Der NEV versteckte sich gegen den Favoriten keinesfalls und konnte das Spiel durchaus offen gestalten, verpasste aber bei einer 5:3-Überzahl den durchaus möglichen Führungstreffer. Als Sebastian Bongartz diesen zu Beginn des zweiten Abschnitts nachholte, schien eine Überraschung im Rahmen des Möglichen zu sein, zumal die Neusser weiterhin mit großem Einsatz und hoher Laufbereitschaft zu Werke gingen. Umso ärgerlicher, dass die Hessen nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt für die Wende sorgten - 44 Sekunden vor der zweiten Pausensirene brachte Igor Filobok die Gäste erstmals in Führung. Der Kräfteverschleiß der ersten beiden Drittel sollte sich in der Folgezeit deutlich bemerkbar machen. Die mit zahlreichen Berufsspielern besetzten Kurstädter legten noch einmal an Tempo zu und spielten nun die bereits früher erwartete Überlegenheit aus. Alexander Althenn und Jannik Striepeke sorgten für die Vorentscheidung gegen weiterhin tapfer kämpfende Neusser, die letztendlich zu deutlich geschlagen wurden. Der Unterschied zwischen beiden Teams konnte allerdings auch an der Ausbeute in Überzahl ausgemacht werden, denn die Gäste nutzten im Stile einer Spitzenmannschaft drei ihrer fünf Überzahlchancen aus, um so einen vielleicht um zwei Tore zu hohen Sieg einzufahren. Die gezeigte Leistung des NEV stimmte dennoch zuversichtlich. Erstmalig mit dabei waren Neuzugang Patrick Maj und die Doppellizenzspieler Christian Kretschmann und Oliver Mebus, die gute Ansätze zeigten und andeuteten, dass sie eine Verstärkung für die Neusser Mannschaft darstellen können.

1. Drittel: Fehlanzeige
2. Drittel: 1:1 (30:56, 5-4 ÜZ) Bernhardt (Baldys, Filobok); 1:2 (38:26) Filobok (Althenn, Franz)
3. Drittel: 1:3 (42:22) Althenn (Filobok, Franz); 1:4 (45:16) Striepeke (Franz, Althenn); 1:5 (49:37, 5-4 ÜZ) Baum (Weibler, Gare); 1:6 (51:30, 5-4 ÜZ) Baum (Gare, Weibler)
Strafen: Neuss 14 - Bad Nauheim 10
Zuschauer: 201

Ratinger Aliens - Neusser EV 7:1 (2:0; 2:1; 3:0)

Auch das zweite Derby entschieden die Ice Aliens für sich. Der NEV zeigte sich in Ratingen durchaus engagiert, jedoch wenig effizient. In Kombination mit Unaufmerksamkeiten im Defensivverhalten führte dies zu einer deutlichen Niederlage
Bereits die Anfangsphase sollte den Weg für den weiteren Spielverlauf an diesem Abend weisen. Während in der Neusser Offensive Kreativität und Durchschlagskraft fehlten, ließ man den Gastgebern bei deren schnellen Angriffen zu viel Zeit und Raum. Nach dem frühen 1:0 durch Artur Tegkajew legte Dennis Fischbuch in der zwölften Minute den zweiten Treffer nach, der trotz annähernd gleicher Spielanteile durchaus in Ordnung ging. Zwar litt der Spielfluss auf beiden Seiten unter zahlreichen Strafzeiten, unter dem Strich ließen sich die Ratinger davon jedoch weniger aus dem Konzept bringen, als der NEV. Dieser musste zu Beginn des zweiten Drittels die nächsten beiden Rückschläge verkraften, die einen Punktgewinn in weite Ferne rücken ließen. Zwar betrieb man weiterhin einen hohen Aufwand, bei ihren Bemühungen agierten die Fuchs-Schützlinge jedoch zu berechenbar und deshalb oftmals harmlos. Alleine Niklas Hofmann war mit seinem zweiten Saisontreffer ein Erfolgserlebnis vergönnt, der übrigens auch sein erstes Tor beim letzten Duell beider Teams am Ratinger Sandbach erzielt hatte. Ansonsten lieferten sich die Mannschaften in unschöner Regelmäßigkeit das eine oder andere Scharmützel, was glücklicherweise ohne schwerere Folgen blieb. Wer angesichts des zwischenzeitlichen Neusser Anschlusstreffers noch einmal Hoffnung geschöpft hatte, wurde nach der zweiten Drittelpause erneut frühzeitig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Ratingens Tegkajew sorgte mit seinem Hattrick für klare Verhältnisse. Auch wenn sich die ohne den beruflich verhinderten Holger Schrills angetretenen NEV-Cracks weiterhin um eine Ergebniskorrektur bemühten, konnten sie die Gastgeber nicht mehr ernsthaft gefährden. Diese nutzten ihre Chance, noch etwas für das eigene Punktekonto zu tun und erhöhten durch Thorsten Gries und Schahab Aminikia auf 7:1.

1. Drittel: 1:0 (1:59) Tegkajew (Gries, Höveler); 2:0 (11:50, 5-4 ÜZ) De. Fischbuch (Tegkajew, Kohmann)
2. Drittel: 3:0 (20:28) Kohmann (De. Fischbuch, Panek); 4:0 (23:10, 5-4 ÜZ) Tegkajew (Gries, Höveler); 4:1 (36:38) Hofmann (Bongartz, Hirsch)
3. Drittel: 5:1 (42:04) Tegkajew (Kruminsch, Höveler); 6:1 (51:32) Gries (De. Fischbuch, Kohmann); 7:1 (54:42, 5-4 ÜZ) Aminikia (Kohmann, De. Fischbuch)
Strafen: Ratingen 22 + 10 Aminikia - Neuss 24 + 10 Bongartz + 10 Oltmanns
Zuschauer: 334

Neusser EV - Lippe Hockey Hamm 5:2 (0:2 2:0 3:0)

Eine klasse Leistung der Mannschaft. Da stimmte der Einsatz, der Wille und nach anfänglichen Rückschlägen klappte es nachher auch spielerisch. Hamm verließ sich zu seht auf seinen “Star” Svejda, was diesmal nicht reichte, zumal auch die anderen (Johannhardt, Vanek etc.) von den Neussern mit solider Abwehrarbeit aus dem Spiel genommen wurden.

Das hat endlich mal wieder Spaß gemacht! Gerne mehr davon :-) Alle Achtung! Nach zwei frustrierenden Niederlagen und einem alles andere als glücklich verlaufenen Auftaktdrittel setzten die NEV-Cracks doch noch ein Ausrufezeichen. Trotz eines 0:2-Rückstands siegten die Neusser hochverdient mit 5:2 und verließen den undankbaren letzten Tabellenplatz.
Dass sich die Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs einiges vorgenommen hatte, wurde schon in der Anfangsphase deutlich. Die Neusser legten los wie die Feuerwehr und erarbeiteten sich eine Vielzahl hochkarätiger Chancen. Einziges Manko war deren Verwertung, denn selbst die klarsten Möglichkeiten wurden nicht genutzt. Während sich der Hammer Torhüter Voigt zurecht bei seinen Vorderleuten beschwerte, beschäftigte alleine deren Top-Scorer Svejda in gewohnter Weise die NEV-Defensive. Angesichts der Neusser Dominanz war die Gäste-Führung nach 14 Minuten ein herber Rückschlag, dessen Wirkung offensichtlich war. Der Tabellensiebte kam nun besser ins Spiel und legte in der Schlussminute des ersten Abschnitts sogar noch den zweiten Treffer nach. In der Pause schienen sich die Neusser neu gesammelt zu haben, denn nach Wiederaufnahme der Begegnung starteten die Gastgeber den nächsten Anlauf. Mit hoher Laufbereitschaft, großem Einsatz und dem Willen, die Zweikämpfe anzunehmen, zeigten die NEV-Cracks die erhoffte Trotzreaktion. Dass der bis zu diesem Zeitpunkt überragende Gäste-Torhüter erst durch ein “dreckiges Tor” überwunden werden konnte, passte zunächst noch ins Bild. Holger Schrills’ “Stocher-Tor” sorgte jedoch für den nötigen Auftrieb, den sein Sturmkollege Oltmanns vier Minuten später zum Ausgleich nutzte (32.). Während die NEV-Defensive ihre Gegenspieler nun gut im Griff hatte und der erstmals nach seiner Verletzung eingesetzte Dennis Kohl mit fortlaufender Zeit weniger Arbeit bekam, stand sein Gegenüber weiterhin häufig im Mittelpunkt. Benjamin Voigt hielt sein Team bei einem Penalty von Philipp Büermann (40.) im Spiel, der dann aber eine Spielminute später - zu Beginn des letzten Drittels - sein Erfolgserlebnis feierte. Die Partie kippte und es zahlte sich aus, dass die Gastgeber hartnäckig auf Abpraller lauerten. Kai Oltmanns’ zweiter Treffer war der insgesamt vierte, der im Nachschuss erzielt wurde und brachte den NEV endgültig auf die Siegerstraße. Gegen bemühte, aber verunsichert wirkende Gäste beseitigte Alexander Brinkmann die letzten Zweifel am umjubelten zweiten Saison-Sieg, dank dem man die “Rote Laterne” nach Königsborn weitergab.

1. Drittel: 0:1 (14:02, 5-4 ÜZ) Vanek (Jablonski, Svejda); 0:2 (19:04) Svejda (Vanek, Setikovsky)
2. Drittel: 1:2 (27:59, 5-3 ÜZ) Schrills (Fuchs); 2:2 (31:57, 5-4 ÜZ) Oltmanns(Pering)
3. Drittel: 3:2 (41:05) Büermann (Bongartz, Brinkmann); 4:2 (46:01) Oltmanns (Schrills, Fuchs); 5:2 (56:23) Brinkmann (Bongartz)
Strafen: Neuss 16 + Hamm 12
Zuschauer: 180

Herner EV - Neusser EV 9:1 (2:0; 2:0; 5:1)

Nach dem überraschenden Punktgewinn beim ersten Duell war für den NEV diesmal nichts drin. Konnten die Neusser den Schaden zwei Drittel lang begrenzen, so geriet man gegen die bissig und konzentriert agierenden Gastgeber im letzten Abschnitt an den Rand einer zweistelligen Niederlage.
Die beste Nachricht des Abends gab es schon vor der Partie zu verkünden: Nach einmonatiger Verletzungspause war Dennis Kohl erstmals wieder mit dabei, wurde allerdings sicherheitshalber noch geschont und nur als Ersatztorhüter aufgeboten. Wie bereits am Sonntag zuvor setzte Trainer Andrej Fuchs Sebastian Bongartz in der ersten Sturmreihe ein, während Kevin Brings und Sven Ernst die frei gewordenen Plätze in der dritten Formation einnahmen. Ernsthafte Torgefahr versprühte der NEV im Auftaktdrittel allerdings zu selten, was unter anderem auch daran lag, dass sich die Herner Defensive deutlich stabiler als beim ersten Aufeinandertreffen präsentierte. Die Aktionen der Gastgeber wirkten entschlossener, angetrieben durch Nils Liesegang und Danny Fischbach kamen sie regelmäßig zu guten Torchancen. Nachdem es mit einem verdienten 2:0 in die erste Pause gegangen war, konnten sich die Neusser im mittleren Drittel bessere Gelegenheiten erspielen, scheiterten jedoch in Person von Ronny Sassen und Boris Fuchs am sicheren Herner Torhüter Christian Lüttges. Auf der anderen Seite hatte der bis dahin im Abschluss glücklose Curtis Billsten seinen großen Auftritt, mit einem Doppelschlag innerhalb von 44 Sekunden sorgte der Kanadier für klare Verhältnisse (38./39.). Im letzten Abschnitt nahm das Unheil seinen Lauf und die Gastgeber hatten nun leichtes Spiel, da die Neusser Defensivarbeit zunehmend zu wünschen übrig ließ. Zu allem Überfluss verlor man auch noch Kapitän Ronny Sassen, der viermal hintereinander auf die Strafbank geschickt worden war und sich über die zum Teil schwer nachvollziehbaren Entscheidungen des Schiedsrichters gegen ihn dermaßen aufregte, dass er zusätzlich eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt bekam (48.). Die in Überzahl sehr effektiv agierenden Gastgeber nutzten dies und erhöhten durch den erneut überragenden Liesegang auf 7:0, ehe Sven Sauer den Ehrentreffer markierte. Dieser gab dem NEV noch einmal Auftrieb, auch wenn weitere gute Möglichkeiten nicht mehr in Zählbares verwertet werden konnten. So stand am Ende ein souveräner 9:1-Sieg der Herner zu Buche, der jedoch einige Tore zu hoch ausfiel.

1. Drittel: 1:0 (6:33) Liesegang (Jasik, Louven); 2:0 (19:48, 5-4 ÜZ) Gerike (Fischbach, Linda)
2. Drittel: 3:0 (37:17) Billsten (Grein, Schneider); 4:0 (38:01) Billsten (Liesegang, Boldt)
3. Drittel: 5:0 (41:03, 4-5 UZ) Liesegang (Billsten, Linda); 6:0 (45:17, 5-4 ÜZ) Louven (Boldt, Grein); 7:0 (49:09, 5-4 ÜZ) Liesegang (Billsten, Grein); 7:1 (50:31, 5-4 ÜZ) Sauer (Bongartz, Büermann); 8:1 (51:59) Jasik (Liesegang, Billsten); 9:1 (59:50, 5-4 ÜZ) Boldt (Liesegang, Billsten)
Strafen: Herne 14 - Neuss 14 + 10 + Spieldauer Sassen
Zuschauer: 551

Neusser EV - ESC Moskitos Essen 0:9 (0:4; 0:2; 0:3)

Gegen lauf- und spielstarke Essener standen die NEV-Cracks von Anfang an auf verlorenem Posten und mussten am Ende froh sein, nicht zweistellig verloren zu haben. Daniel Petry verhinderte mit zahlreichen Glanztaten ein mögliches Debakel.
Trainer Andrej Fuchs musste beim zweiten Duell mit den Moskitos auf den angeschlagenen Evgenij Kozhevnikov und den beruflich verhinderten Sven Ernst verzichten. Dies hatte zur Folge, dass Sebastian Bongartz in die erste Formation aufrückte, während Alexander Brinkmann und Kevin Brings in der dritten Reihe zum Einsatz kamen. Zwar war den Neussern bei der Vorbereitung auf das Spiel klar, dass sie gegen den klar favorisierten Gegner zunächst einmal auf eine stabile Defensive setzen müssten, tatsächlich ließ die Spielweise der Essener den Gastgebern jedoch erst gar keine andere Wahl. Von der ersten Spielminute an agierte der Play-off-Sieger der vergangenen Regionalliga-Saison sehr druckvoll und entschlossen, so dass sich das Geschehen hauptsächlich in der Neusser Verteidigungszone abspielte. Gelang es den Neussern, bei numerischer Gleichzahl einen Gegentreffer zu verhindern, so geschah dies auf Kosten von Strafzeiten, bei denen sich die Gäste gnadenlos zeigten. Dreimal wurde den Moskitos im ersten Abschnitt ein Überzahlspiel zugesprochen, dreimal stachen sie gekonnt zu. Auch im zweiten Drittel ermöglichte die Essener Dominanz den NEV-Cracks nur selten Entlastungsangriffe. Mit beeindruckender Lauf- und Spielstärke sowie einer sehr geringen Fehlerquote belagerten sie das Tor von Daniel Petry, der Schwerstarbeit zu verrichten hatte und der beste Akteur im Neusser Trikot war. Sein Gegenüber, Benjamin Finkenrath, wurde hingegen nur selten gefordert, sollte sich aber im letzten Abschnitt mit einer spektakulären Rettungsaktion gegen Alexander Brinkmann seinen Shut-out verdienen. Dass es für den NEV alleine darum gehen würde, eine zweistellige "Klatsche" zu verhindern, wurde spätestens nach einem Essener Doppelschlag zum 8:0 deutlich (47.). Obwohl die Neusser eine schwache Leistung zeigten, gaben sie sich zumindest nicht auf, sondern stemmten sich erfolgreich gegen das drohende Debakel. Dass man angesichts der mit zahlreichen Vollprofis besetzten Konkurrenz früher oder später auch einmal eine derbe Niederlage einstecken würde, darf aufgrund der ungleichen Voraussetzungen in der Oberliga eigentlich nicht überraschen.

1. Drittel: 0:1 (4:35, 5-4 ÜZ) Stähle (Barg, Lupzig); 0:2 (13:03, 5-4 ÜZ) Barg (Lupzig, Weilert); 0:3 (16:02, 5-4 ÜZ) Petrozza (Pietsch, Geisberger); 0:4 (18:56) Koziol (Geisberger, Petrozza)
2. Drittel: 0:5 (21:53) Petrozza(Koziol, Stähle); 0:6 (36:28, 5-4 ÜZ) Lupzig (Barg, Orr)
3. Drittel: 0:7 (46:08) Barg (Stähle, Keussen); 0:8 (46:19) Petrozza (Koziol, Geisberger); 0:9 (54:17) Geisberger (Koziol, Richter)
Strafen: Neuss 20 - Essen 12
Zuschauer: 319

Neusser EV - Königsborner JEC 8:4 (2:0; 3:2; 3:2)

Es ist vollbracht. Mit einem sicheren 8:4-Erfolg über den Königsborner JEC feierte der NEV den langersehnten ersten Sieg in der Oberliga. Eine Woche nach der unglücklichen 5:4-Niederlage in Unna nahmen die Neusser damit erfolgreich Revanche.
Die Neusser übernahmen frühzeitig die Initiative und gingen durch Kai Oltmanns in Führung, als sie sich erstmals konsequent in der Verteidigungszone der Gäste festsetzen konnten (6.). Die Bulldogs verlegten sich überwiegend aufs Kontern, sorgten aber vor allem durch einen Stockschlag von Igor Cillik für Aufregung, der Evgenij Kozhevnikov ein unerwünschtes Geburtstagsgeschenk der rustikalen Art verpasste und dafür unter die Dusche geschickt wurde (14.). Der Deutsch-Russe konnte nach einer Behandlungspause weiterspielen, worüber sich insbesondere sein für die Krefeld Pinguine aktiver Bruder Michail gefreut haben dürfte, der die Spielpause seiner Mannschaft zu einem Familienbesuch nutzte. Er sah von der Tribüne aus das beruhigende 2:0, das Sven Sauer mit einem Distanzschuss kurz vor der Pausensirene erzielte. Nachdem Patric Schnieder und Sebastian Bongartz mit zwei schnellen und sehenswerten Treffern den Startschuss zum zweiten Abschnitt gaben, verlagerte sich das Spielgeschehen zunehmend in das Drittel der Gäste. Die Neusser machten phasenweise mit vier Sturmreihen Druck und bauten ihren Vorsprung verdientermaßen auf 5:1 aus. Unna kam zwar seltener vor das NEV-Gehäuse, agierte dann aber stets gefährlich und profitierte auch von gelegentlichen Neusser Leichtsinns-Fehlern im Spielaufbau. Folgerichtig verkürzten die Bulldogs durch Schnieders zweiten Torerfolg kurz vor der zweiten Pause, nachdem sie bei einem vermeintlich erfolgreichen Versuch von Ivan Dornic noch das Pech hatten, dass dieser (wohl fälschlicherweise) als Pfostenschuss gewertet wurde - Neuss hatte fünf Tage zuvor gegen Duisburg das gleiche Schicksal ereilt. Auch zu Beginn des letzten Abschnitts setzte sich der Torreigen fort, innerhalb von 97 Sekunden klingelte es insgesamt dreimal hinter den Torhütern Petry und Potthoff. Danach wurde es aber ruhiger und die Schützlinge von Trainer Andrej Fuchs konzentrierten sich überwiegend darauf, den ersten "Dreier" zu sichern. In der Schlussminute legte Haiko Hirsch noch einen schönen Treffer nach, der an diesem Abend seine ersten beiden Treffer im Neusser Trikot erzielte.

1. Drittel: 1:0 (5:45) Oltmanns (Schrills, Pering); 2:0 (18:27, 4-4) Sauer (Pering)
2. Drittel: 2:1 (20:38, 4-5 UZ) Schnieder (Vyskoc, Furda); 3:1 (22:09) Bongartz (Hirsch, Böhm); 4:1 (32:28) Büermann (Görge, Brinkmann); 5:1 (37:24, 5-4 ÜZ) Bongartz (Kozhevnikov, Hirsch); 5:2 (38:58, 5-4 ÜZ) Schnieder (Vyskoc, B. Proyer)
3. Drittel: 6:2 (40:22) Campbell (Brinkmann); 6:3 (41:33) A. Kuchnia (M. Potthoff, Dornic); 7:3 (42:59) Hirsch (Kozhevnikov, Böhm); 7:4 (56:47, 5-4 ÜZ) A. Kuchnia (Rangen); 8:4 (59:27) Hirsch (Kozhevnikov)
Strafen: Neuss 12 - Königsborn 12 + 5 + Spieldauer Cillik
Zuschauer: 207

Neusser EV - EV Duisburg 0:6 (0:2; 0:2; 0:2)

Insgesamt dreißig Minuten lang agierte der NEV gegen den Favoriten auf Augenhöhe, doch für eine erneute Überraschung reichte es nicht. Die Gäste aus Duisburg legten im ersten Drittel den Grundstein für einen recht souveränen Sieg, der jedoch mehrere Tore zu hoch ausfiel.
NEV-Trainer Andrej Fuchs konnte diesmal nur vier etablierte Verteidiger sowie Junior Julian Leutner aufbieten, weil Sven Sauer krankheitsbedingt passen musste. Die Gäste aus Duisburg wurden im ersten Drittel ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Füchse versprühten selten spielerischen Glanz, standen jedoch defensiv sicher und kamen regelmäßig zu ihren Chancen. Zwar konnte sich Daniel Petry im Neusser Gehäuse mehrfach auszeichnen, gegen Janne Kujala (6.) und Ex-NEV-Stürmer Udo Schafranski (11.) war der Torhüter aber machtlos. Mit dem beruhigenden Vorsprung im Rücken ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen, was jedoch erst im zweiten Abschnitt Konsequenzen haben sollte. Der NEV präsentierte sich nun deutlich mutiger und aggressiver, so dass die Partie schneller und intensiver wurde. Pech hatten die Neusser bei einem Schlagschuss von Daniel Pering, der wohl von der inneren Torstange ins Feld zurück prallte und deshalb von fast allen Anwesenden für einen Pfostentreffer gehalten wurde (23.). Dies war jedoch die Initialzündung, denn bei einer folgenden Überzahl nahm man Duisburgs Torhüter Renkewitz unter Dauerbeschuss, der mit Glück (Pfostentreffer Bongartz, 25.) und Geschick dem Anschlusstreffer im Wege stand. So brach dem NEV wie schon am Freitag ein anschließender Doppelschlag das Genick, innerhalb von 38 Sekunden erhöhten die Gäste auf 0:4, was nicht dem Spielverlauf entsprach. Es spricht für die bereits mehrfach anerkannte Neusser Moral, dass sich die Mannschaft auch nach dem fünften Gegentreffer im letzten Drittel noch einmal aufbäumte. Nach einem Schuss an die Oberkante der Latte (Hirsch, 42.) vergab man jedoch auch eine kurzzeitige 5:3-Überzahl, bei der sich der gute EVD-Torhüter seinen Shut-out verdiente. Damit war der Neusser Widerstand allerdings gebrochen und so hatten die Füchse in der Schlussphase keine große Mühe mehr. Zu allem Überfluss musste mit Daniel Pering kurz vor dem Ende der nächste Verteidiger aufgeben, nachdem er einen Schlagschuss an den Fuß bekommen hatte. Dies passte allerdings zum Verlauf des Spiels - und allgemein zur derzeitigen Situation.

1. Drittel: 0:1 (5:49) Kujala (Schafranski, Bergstermann); 0:2 (10:57) Schafranski (Bader, Burym)
2. Drittel: 0:3 (35:29) Schöbel (Huhn, Fiedler); 0:4 (36:07) Bergstermann (Schafranski, Kujala)
3. Drittel: 0:5 (43:38, 5-4 ÜZ) Fritzmeier (Bader, Burym); 0:6 (52:36, 5-4 ÜZ) Selivanov (Burym, Schmidt)
Strafen: Neuss 12 - Duisburg 10
Zuschauer: 334

Königsborner JEC - Neusser EV 5:4 (1:1; 2:1; 2:2)

Die Glücksgöttin scheint in dieser Saison bislang einen großen Bogen um den NEV zu machen. In Unna waren die Neusser zumindest gleichwertig, verzeichneten auch ein Chancenplus für sich, dennoch standen sie am Ende mit leeren Händen da.
Vor dem Spiel gab es auf Neusser Seite leichte Entwarnung auf dem Personalsektor. Die angeschlagenen Daniel Petry und Jan Görge stellten sich in den Dienst der Mannschaft, da außerdem mit Julian Leuthner ein Juniorenspieler aushalf, konnten drei Verteidigungsreihen aufgeboten werden. Obwohl die Gastgeber in der sechsten Minute in Führung gingen, war der NEV im ersten Abschnitt eindeutig das dominante Team, das jedoch das Toreschießen vernachlässigte. Einzig Holger Schrills gelang es, Unnas Torhüter Potthoff zum Ausgleich zu bezwingen. Die bis dahin häufig schon im Spielaufbau gestörten Bulldogs präsentierten sich zu Beginn des mittleren Abschnitts deutlich bissiger und nutzten ihre stärksten zehn Minuten, um erneut einen knappen Vorsprung heraus zu schießen. Davon unbeeindruckt fand der NEV ins Spiel zurück, doch mit Ausnahme der zweiten Sturmreihe, die bereits im Vorjahr die erfolgreichste war, war das Schussglück an diesem Tag nun wirklich nicht auf Seiten der Neusser. Insbesondere der ersten Formation klebte das Pech auf dem Schläger, so dass es mit einem unerfreulichen 2:3-Rückstand in die zweite Pause ging. Zurück auf dem Eis schien die Partie die aus Neusser Sicht erhoffte Wende zu nehmen. Nach einem Pfostenschuss von Kai Oltmanns konnte Boris Fuchs den verdienten Ausgleich erzielen (44.). Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, hätte Rob Campbell seinen anschließenden Alleingang erfolgreich abgeschlossen, denn der folgende Gegenzug führte letztendlich zur erneuten Unnaer Führung, der KJEC-Routinier Igor Cillik 21 Sekunden später den nächsten Nackenschlag folgen ließ (49.). Zwar war der Wille der Neusser damit immer noch nicht gebrochen, zwei Zeitstrafen bremsten jedoch in der Folgezeit den Offensivdrang der Mannen um Kapitän Ronny Sassen. Als Holger Schrills mit seinem dritten Torerfolg erneut Hoffnungen auf ein "Happy End" weckte, wurde im Gegenzug Boris Fuchs auf die Strafbank geschickt, so dass der NEV auch die letzten beiden Spielminuten in Unterzahl bestreiten musste. Zwar kamen die Neusser auch mit einem Mann weniger noch zu zwei dicken Torchancen, der verdiente Ausgleich blieb ihnen jedoch verwehrt.

1. Drittel: 1:0 (5:50) M. Potthoff (A. Kuchnia, Dornic); 1:1 (7:20) Schrills (Sauer)
2. Drittel: 2:1 (23:36) Furda (B. Proyer); 2:2 (27:01) Schrills (Fuchs); 3:2 (29:03, 5-3 ÜZ) Bitter (Dornic, M. Potthoff)
3. Drittel: 3:3 (43:51) Fuchs (Sassen, Sauer); 4:3 (48:02) A. Kuchnia (Dornic, M. Potthoff); 5:3 (48:23) Cillik (M. Potthoff, Kühl); 5:4 (57:39) Schrills (Fuchs, Oltmanns)
Strafen: Königsborn 8 - Neuss 14
Zuschauer: 117

Neusser EV - ESC Moskitos Essen 5:8 (2:3; 0:2; 3:3)

Alle Achtung vor der Einstellung dieser Mannschaft. Trotz anhaltenden Verletzungspechs ließen sich die NEV-Cracks gegen die hochkarätig besetzten Essener von einem deutlichen Rückstand nicht demoralisieren und kratzten im letzten Drittel sogar an einem Punktgewinn.
Die 350 Zuschauer im Südpark sahen zu Beginn ein schnelles Spiel, in dem sich der NEV nicht versteckte. Als Boris Fuchs nach sieben Minuten Essens Torhüter Finkenrath “vernaschte”, war aus Neusser Sicht noch alles in Ordnung, doch kurz danach sollte es harte Nackenschläge setzen. Innerhalb von zwei Minuten drehten die Gäste nicht nur die Partie, sondern verlor der NEV nach Dennis Kohl mit Daniel Petry auch noch seinen zweiten Torhüter, der nach einem Zusammenprall mit Essens Herbert Geisberger aufgeben musste. So bekam Junioren-Goalie Malte Rütten die wenig dankbare Gelegenheit, gegen die mit zahlreichen Top-Spielern besetzten Moskitos sein Debüt bei der 1. Mannschaft zu feiern. Um es vorweg zu nehmen: Er fiel im Vergleich mit seinem Gegenüber nicht ab, der immerhin in der vergangenen Saison zum besten Torhüter der bundesweiten Oberliga gewählt wurde. Um den jungen Torhüter zu unterstützen, verstärkte der NEV die Defensive, wobei Trainer Andrej Fuchs aus Verletzungsgründen erneut nur vier Verteidiger zur Verfügung standen. In punkto Kampf und Körpereinsatz agierten die Neusser auch in der Folgezeit auf Augenhöhe mit dem hohen Favoriten, der insbesondere mit der individuellen Klasse seiner kanadischen Sturmreihe zu überzeugen wusste. Als es beim Stand von 2:5 zum zweiten Mal in die Pause ging, schien der Drops gelutscht, doch die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen hatte die Partie noch lange nicht abgehakt. Dank zweier Treffer von Sebastian Bongartz kam man noch einmal heran und als Rob Campbell in der 54. Minute gar auf 5:6 verkürzte, schien plötzlich wieder eine Überraschung möglich zu sein. Auch den erneuten Rückschlag in Form des siebten Gegentreffers durch Routinier Frank Petrozza steckten die Neusser gut weg und lieferten sich in der Schlussphase einen offenen Schlagabtausch mit den Gästen, die in der letzten Minute mit dem insgesamt sechsten Torerfolg ihrer Nordamerikaner die letzten Zweifel am Sieg beseitigten. Die Art und Weise, wie sich der NEV gegen die Niederlage stemmte, verdient jedoch Lob und Respekt.

1. Drittel: 1:0 (7:28, 5-4 ÜZ) Fuchs (Pering, Oltmanns); 1:1 (9:04, 5-4 ÜZ) Petrozza (Richter, Barg); 1:2 (10:09) Stähle (Lingemann, Geisberger); 2:2 (10:36) Schrills (Fuchs); 2:3 (10:50) Orr (Barg, Petrozza)
2. Drittel: 2:4 (22:08) Hauptig (Eichinger, Pietsch); 2:5 (26:26) Barg (Petrozza, Kastner)
3. Drittel: 3:5 (42:04) Bongartz; 3:6 (43:05) Barg (Orr, Petrozza); 4:6 (45:56) Bongartz; 5:6 (53:46, 5-4 ÜZ) Campbell (Büermann); 5:7 (54:09) Petrozza (Orr, Barg); 5:8 (59:24) Petrozza (Keussen, Pietsch)
Strafen: Neuss 14 - Essen 14 + 10 (Kastner)
Zuschauer: 352

Herner EV - Neusser EV 6:5 (3:3 0:2 2:0) n.V.

Der NEV sammelt die Punkte derzeit mit der Eichhörnchentaktik. So zufrieden die Neusser vor der Partie mit einem Zähler gewesen wären, so enttäuscht waren sie, nachdem es bis 25 Sekunden vor der Schlusssirene sogar deren drei hätten werden können.
Das Spiel begann alles andere als wunschgemäß für den NEV, der bereits in der Anfangsoffensive der Gastgeber mit 2:0 in Rückstand geriet und nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Marco Böhm nur noch zwei Verteidigungsreihen aufbieten konnte. Dennoch kämpften sich die Neusser ins Spiel und profitierten von Nachlässigkeiten in der Herner Defensive, die mit beeindruckender Kaltschnäuzigkeit bestraft wurden. Mit einem 3:3-Zwischenstand ging es erstmals in die Kabinen und auch im zweiten Abschnitt agierte Neuss taktisch klug und sehr diszipliniert aus einer sicheren Abwehr um den erneut gut aufgelegten Daniel Petry. War der NEV beim Tabellendritten als Außenseiter in die Partie gegangen, so sollten sich bald ungeahnte Perspektiven bieten. Während Kai Oltmanns von einem weiteren Fehler der Gastgeber profitierte, schloss Sebastian Bongartz ein konzentriert und geschickt aufgezogenes Überzahlspiel zur überraschenden 5:3-Führung ab. Dass die vom überragenden Nils Liesegang angetriebenen Gastgeber im Schlussabschnitt noch einmal mächtig Gas geben würden, war klar. Dennoch behielten die Neusser den Überblick und hatten die Situation eigentlich recht gut unter Kontrolle, als der hochtalentierte Stürmer den Anschlusstreffer markierte (49.). Kurz darauf wurde es turbulent, nachdem Hernes Kanadier Billsten den zum Wechsel fahrenden Daniel Pering mit einem Stockschlag in die Kniekehle niederstreckte. Da die Situation abseits des Spielgeschehens stattfand, konnte Schiedsrichter Heffler erst auf Intervention seines Assistenten reagieren, so dass der folgende Ausgleichstreffer nicht anerkannt wurde (52.). Ärgerlicherweise konnte man die Gastgeber während der fünfminütigen Überzahl nicht entscheidend unter Druck setzen und vergab auch in der dramatischen Schlussphase drei hochkarätige Möglichkeiten zur Vorentscheidung. So ließ der an allen Herner Toren beteiligte Liesegang 25 Sekunden vor dem Ende den Traum vom ersten Neusser Oberliga-Sieg platzen, der aufgrund einer starken taktischen und kämpferischen Leistung durchaus verdient gewesen wäre. Ein Treffer des Ex-Neussers André Grein entschied in der Verlängerung über die Punkteverteilung.

1. Drittel: 1:0 (1:08) Hendle (Liesegang, Musga); 2:0 (4:49) Liesegang (Musga); 2:1 (6:00, 5-4 ÜZ) Sassen(Böhm, Campbell); 2:2 (13:43) Büermann (Campbell); 2:3 (17:40) Bongartz (Kozhevnikov, Hirsch); 3:3 (19:09) Musga (Hendle, Liesegang)
2. Drittel: 3:4 (33:21) Oltmanns (Schrills); 3:5 (39:52, 5-4 ÜZ) Bongartz (Sassen, Hirsch)
3. Drittel: 4:5 (48:20) Liesegang (Billsten, Boldt); 5:5 (59:35, 6-5) Liesegang (Louven, Grein)
Strafen: Herne 6 + 5 + Spieldauer Billsten - Neuss 4
Zuschauer: 808

Neusser EV - EHC Dortmund 1:5 (0:2 0:1 1:2)

Im vierten Saisonspiel war der NEV erstmals chancenlos. Am Ende der 60 recht einseitigen Minuten musste man die Überlegenheit der Gäste aus Dortmund neidlos anerkennen. Für den Neusser Ehrentreffer zeichnete sich Rob Campbell verantwortlich.
Größer hätten die Unterschiede zwischen den Kontrahenten dieser Begegnung kaum sein können. Auf der einen Seite die Gäste aus Dortmund, die als erster Oberligist bereits zwei Monate vor dem Meisterschaftsstart in die Vorbereitung einstiegen und unter professionellen Bedingungen trainieren, auf der anderen Seite der NEV, der neben dem ausreichend thematisierten Eiszeiten-Problem auch nicht annähernd über die finanziellen Möglichkeiten der Westfalen verfügt. Dies drückte sich auch sehr schnell auf dem Eis aus. Gegen die wieselflinken Dortmunder stand der NEV sofort unter Druck und musste sich auf die Schadensbegrenzung beschränken. Anders als in den bisherigen Begegnungen hatten die Neusser gar nicht erst die Gelegenheit, mit Kontern für Entlastung der Defensive zu sorgen. Dass es nach schnellen Kombinationen der Gäste nach dem ersten Drittel "nur" 0:2 stand, lag insbesondere an Torhüter Daniel Petry, der an diesem Abend stärkster Neusser Akteur war. Im zweiten Abschnitt konnte sich die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen zumindest etwas häufiger aus der Umklammerung der Westfalen-Elche befreien. Dass Rob Campbell nach 28 Minuten den ersten Torschuss für den NEV verzeichnete, sagt allerdings alles über die Dominanz der Gäste bis zu diesem Zeitpunkt aus. Bei einer folgenden Überzahl hatte man sogar die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, doch Boris Ackers im EHC-Gehäuse konnte den Neusser Anschlusstreffer verhindern. Kurz vor der zweiten Pausensirene war es dann Kevin Thau, der in Überzahl auf 0:3 erhöhte. Auch im letzten Abschnitt ließen die Gäste den NEV selten zur Entfaltung kommen. Dieser konnte, gestützt auf Daniel Petry, eine "Klatsche" verhindern, offensiv trat man allerdings weiterhin recht selten in Erscheinung. Nach einem Dortmunder Doppelschlag in der 50./51. Minute durften die Neusser dann aber doch noch ihr Erfolgserlebnis feiern. In Überzahl markierte Rob Campbell mit einem Rückhandschuss aus der Halbdistanz den Ehrentreffer. Mehr war an diesem Abend gegen souveräne Dortmunder leider nicht drin.

1. Drittel: 0:1 (4:47) Henk (Kirschbauer); 0:2 (17:33, 5-4 ÜZ Eickmann (Henk, Ziolkowski)
2. Drittel: 0:3 (37:13, 5-4 ÜZ) Thau (Henk, Ziolkowski)
3. Drittel: 0:4 (49:22) Thau (Henk) 0:5 (50:11) Ziolkowski 1:5 (54:33, 5-4 ÜZ) Campbell (Büermann, Sassen)
Strafen: Neuss 18 - Dortmund 8
Zuschauer: 252

Ratinger Aliens - Neusser EV 6:3 (1:0; 3:2; 2:1)

Beim aktuellen Tabellenführer schlug sich die Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs achtbar. Trotz schwer wiegender Ausfälle lieferte der NEV in Ratingen über weite Strecken eine überzeugende Partie, auch wenn eine Schwächephase im zweiten Drittel eine Überraschung verhinderte.
Während Dennis Kohl, Sebastian Bongartz, Ronny Sassen und Holger Schrills erwartungsgemäß fehlten, bissen gleich mehrere angeschlagene Spieler auf die Zähne, so dass man mit einem konkurrenzfähigen Kader nach Ratingen reisen konnte. Dieser wusste die mitgereisten Fans im ersten Abschnitt positiv zu überraschen. Taktisch gut eingestellt und mit disziplinierter Spielweise machten es die Neusser ihrem Gegner wie schon in Duisburg schwer. Zwar besaß der aktuelle Tabellenführer deutlich mehr Spielanteile, die Quirinusstädter standen defensiv aber sicher und fuhren nach zurückhaltendem Auftakt immer wieder gefährliche Konter. So wäre eine Neusser Führung nach dem ersten Drittel durchaus möglich gewesen, doch die einzige Unaufmerksamkeit sorgte dafür, dass die Gastgeber 15 Sekunden vor der Pausensirene das 1:0 markieren konnten. Dass Kai Oltmanns kurz nach Wiederaufnahme der Begegnung den Ausgleich erziele, war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient, anschließend erhöhten die Ratinger jedoch Druck und Tempo. Im Neusser Spiel ging kurzzeitig die Ordnung verloren, was die Gastgeber zu drei Treffern innerhalb von vier Minuten nutzten. Eine sehenswerte Einzelleistung von Niklas Hofmann nach 33 Minuten führte nicht nur zum 2:4-Anschlusstreffer, sondern sorgte auch wieder für Entlastung in der Defensivarbeit. Auch wenn die Neusser nun wieder auf Augenhöhe agierten, fehlte aufgrund der kraftraubenden Spielweise im letzten Drittel die Spritzigkeit, um eine Aufholjagd einzuleiten. Zwar setzte Andrej Fuchs in der Schlussphase konsequent drei Reihen ein, mehr als ein weiterer Anschlusstreffer durch Kai Oltmanns war jedoch nicht drin, zumal der NEV nach einer Rauferei auch auf Daniel Pering verzichten musste. Dennoch dürfte die Begegnung einige wichtige Erkenntnisse gebracht haben. Torhüter Daniel Petry deutete trotz noch fehlender Spielpraxis an, dass er ein zuverlässiger Rückhalt sein kann. Und wenn der NEV aus einer stabilen Defensive heraus agiert, dann dürfte er nach Überwindung des Trainingsrückstands auch in der Oberliga konkurrenzfähig sein.

1. Drittel: 1:0 (19:45) Höveler (Kohmann, Panek)
2. Drittel: 1:1 (21:00) Oltmanns (Kozhevnikov); 2:1 (27:55, 5-4 ÜZ) Tegkajew (De. Fischbuch, Gries); 3:1 (28:10) Werner (Scharfenort); 4:1 (31:54) Höveler (Kohmann, Kruminsch); 4:2 (33:35) Hofmann
3. Drittel: 5:2 (44:58) Gries (Woidtke, De. Fischbuch); 5:3 (48:26) Oltmanns (Fuchs, Kozhevnikov); 6:3 (57:33) De. Fischbuch (Aminikia)
Strafen: Ratingen 10 + 5 + Spieldauer Gries - Neuss 10 + 5 + Spieldauer Pering
Zuschauer: 225

Neusser EV - Lippe Hockey Hamm 3:7 (0:5; 0:0; 3:2)

Dem grandiosen Auftakt am Freitag folgte beim Heim-Debüt die kalte Dusche. Neben dem Spiel gegen Hamm verloren die Neusser auch Ronny Sassen und Holger Schrills mit Spieldauerdisziplinarstrafen sowie verletzungsbedingt Torhüter Dennis Kohl.
Der erfolgreiche Auftakt in Duisburg wirkte sich auch auf den ersten Auftritt vor heimischem Publikum aus. Die Zuschauer sahen in der Anfangsphase eine schnelle und abwechslungsreiche Begegnung, in der beide Mannschaften gute Torchancen verzeichneten. Während der NEV offensiv - abgesehen von der mangelnden Chancenverwertung - zu gefallen wusste, haperte es jedoch am Defensivverhalten. Mit einem Doppelschlag in der 10./11. Minute gingen die Gäste in Führung und auch in der Folgezeit standen die Neusser zu weit von ihren Gegenspielern entfernt, die sich für den Freiraum auf ihre Weise bedankten. So endete ein eigentlich überwiegend auf Augenhöhe geführtes erstes Drittel mit einem frustrierenden 0:5-Rückstand. Im zweiten Abschnitt sollte es jedoch noch schlimmer kommen. Die nach einigen strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen aufgeheizte Stimmung entlud sich im Anschluss an einen Stockschlag gegen Dennis Kohl. Während Ronny Sassen seinen Torhüter "rächte", mischte sich Hamms Christoph Ullrich in die Auseinandersetzung zwischen Sassen und Dennis Schlicht ein, woraufhin Holger Schrills als vierter Spieler dazu stieß. Als Schiedsrichter Daniels anschließend mit zweierlei Maß wertete und darüber hinaus das Verursacherprinzip umkehrte, war er endgültig der Buhmann im Südpark. Er ließ die Gäste-Akteure mit jeweils 2+2 Strafminuten davon kommen, schickte aber die beiden NEV-Cracks unter die Dusche. Nachdem es einige Zeit dauerte, bis sich die Situation wieder beruhigte, taten die Young Stars gut daran, aufgrund ihrer komfortablen Führung das Tempo etwas zu drosseln, was wiederum dem NEV zugute kam. Dieser zeigte trotz des Rückstands und der zwischenzeitlichen Strafzeitenflut Moral und sorgte im Schlussabschnitt für ein etwas freundlicheres Ergebnis, wobei auch dieses Drittel negative Nachrichten brachte. Bei einem Zusammenprall mit einem Hammer Spieler verletzte sich Dennis Kohl am Knie und konnte die Begegnung nicht mehr fortsetzen. Dies passte dann allerdings zu einem Abend, an dem aus Neusser Sicht fast alles schief ging, was nur schief gehen konnte.

1. Drittel: 0:1 (9:41, 5-4 ÜZ) Johannhardt (Musselwhite, Pietzko); 0:2 (10:25) Svejda (Vanek, Kraiss); 0:3 (15:30) Svejda (Tokarev, Jablonski); 0:4 (18:42, 5-4 ÜZ) Musselwhite (Tokarev, Plate); 0:5 (20:00, 5-3 ÜZ) Johannhardt (Musselwhite, Pietzko)
2. Drittel: Fehlanzeige
3. Drittel: 0:6 (41:15) Vanek (Kraiss, Neubert) 0:7 (42:21) Tokarev (Orendorz) 1:7 (43:03) Fuchs (Oltmanns) 2:7 (53:01) Brinkmann (Campbell) 3:7 (58:23) Oltmanns (Pering, Brinkmann)
Strafen: Neuss 22 + 5 + Spieldauer Sassen + 5 + Spieldauer Schrills - Hamm 22
Zuschauer: 225

EV Duisburg - Neusser EV 5:4 n.V. (0:1; 1:0; 3:3; 1:0)

Was für ein Auftakt! Trotz der alles andere als optimal verlaufenen Vorbereitung erwischte der NEV einen fast schon optimalen Start in die Meisterschaft. Beim haushohen Favoriten aus Duisburg erkämpften sich die Schützlinge von Trainer Andrej Fuchs einen hochverdienten Zähler. Die Nummer 13 erwies sich dabei auf beiden Seiten als Glückszahl. Während Duisburgs Bader dreimal traf, war Rob Campbell zweimal erfolgreich.
Dass der NEV gegen die Wedau-Städter vor einer sehr schweren Aufgabe stehen würde, war bereits vor der Partie klar. Dennoch machten die Neusser gegen den hochkarätig besetzten Favoriten von Beginn an eine sehr gute Figur und fuhren aus einer stabilen Defensive regelmäßig gefährliche Konter. So war es auch gar nicht einmal unverdient, dass Ronny Sassen nach 18 Minuten den Führungstreffer markieren konnte, nachdem Rob Campbell zuvor nur die Unterlatte getroffen hatte. Dass die Gastgeber erwartungsgemäß mehr Spielanteile besaßen, hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine negativen Auswirkungen, zumal sich Dennis Kohl in der Form präsentierte, die man von dem überragenden Regionalliga-Torhüter der letzten Jahre in Neuss gewohnt ist. Im Mittelabschnitt änderte sich das Bild insofern, dass die Füchse den Druck erhöhen konnten, was nicht zuletzt an vier Zeitstrafen gegen den NEV lag. Duisburgs schussgewaltiger Verteidiger "Toni" Bader nutzte eine dieser Überzahlsituationen zum Ausgleich nach 30 Minuten. Kurz vor dem Ende des zweiten Drittels wurde wegen eines Wechselfehlers jedoch auch eine Bankstrafe gegen den EVD verhängt, die nach Wiederaufnahme der Begegnung Folgen haben sollte. Jan Görge sorgte mit seinem ersten Treffer im Neusser Trikot für die erneute Führung, die allerdings nicht lange hielt. Ein Duisburger Doppelschlag innerhalb von gerade einmal 57 Sekunden schien die Verhältnisse gerade zu rücken, doch die Neusser warf dies nicht aus der Bahn. Rob Campbell überlistete EVD-Torhüter Kinaeder zum 3:3 und auch nach Baders nächstem Gewaltschuss war der US-Amerikaner zur Stelle und fälschte einen Görge-Schuss ins Duisburger Gehäuse ab (57.). Obwohl die Kräfte aufgrund des Trainingsrückstands in den Schlussminuten zusehends schwanden, retteten die aufopferungsvoll kämpfenden NEV-Cracks das Remis über die Zeit und sicherten sich so den ersten - nicht eingeplanten - Zähler der Saison 2010/2011. Dass sich das frühere DEL-Team in der Verlängerung den Zusatzpunkt sichern konnte, trübte die Freude auf Neusser Seite nicht. Nach den zahlreichen Problemen der vergangenen Wochen hat dieser Achtungserfolg gut getan und zugleich angedeutet, dass der NEV trotz seiner diesjährigen Außenseiterrolle für die eine oder andere Überraschung gut sein könnte.

1. Drittel: 0:1 (18:10, 5-4 ÜZ) Sassen (Büermann, Campbell)
2. Drittel: 1:1 (30:11, 5-4 ÜZ) Bader (Fiedler, Schmidt)
3. Drittel: 1:2 (40:38, 5-4 ÜZ) Görge (Campbell, Büermann); 2:2 (44:56, 4-5 UZ) Taube (Schmidt, Engel); 3:2 (45:53) Cooper (Fiedler, Pfennings); 3:3 (47:56, 5-4 ÜZ) Campbell (Büermann); 4:3 (55:11, 5-3 ÜZ) Bader (Fiedler, Burym); 4:4 (56:39, 4-4) Campbell (Görge)
Verlängerung: 5:4 (64:18, OT 4-4) Bader (Fritzmeier, Cooper)
Strafen: Duisburg 16 + 10 (Fritzmeier) -Neuss 22 + 10 (Bongartz)
Zuschauer: 846


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