Rückblicke 2011


Gehe zu: Sonntag 27.03.2011: Frankfurter Löwen - Neusser EV 3:5
Gehe zu: Freitag 25.03.2011: Neusser EV - Frankfurter Löwen 1:4
Gehe zu: Sonntag 20.03.2011: Neusser EV - EHC Troisdorf 6:2
Gehe zu: Freitag 18.03.2011: Königsborner JEC - Neusser EV 1:4
Gehe zu: Sonntag 14.03.2011: Neusser EV - Herner EV 2007 4:5 n.V.
Gehe zu: Freitag 12.03.2011: Herner EV 2007 - Neusser EV 6:2
Gehe zu: Sonntag 06.03.2011: EHC Troisdorf - Neusser EV 0:7
Gehe zu: Freitag 04.03.2011: Neusser EV - Königsborner JEC 3:2
Rückblicke der Vorrunde


WZ-Live-Ticker

Frankfurter Löwen - Neusser EV 3:5 (1:1; 0:3; 2:1)

Das Beste zum Schluss. Mit einem 5:3-Sieg vor über 5000 Zuschauern verabschiedet sich der NEV in die Sommerpause. Auch wenn der dritte Platz damit knapp verpasst wurde, war es für beide Mannschaften ein positiver Saisonausklang.
Wann eine Neusser Mannschaft zuletzt vor einer so eindrucksvollen Kulisse gespielt hat, ist nicht überliefert - in den vergangenen 20 Jahren jedenfalls nicht. Trainer Andrej Fuchs wollte keinem seiner Schützlinge dieses vielleicht einmalige Erlebnis vorenthalten und setzte drei Verteidigungs- und vier Sturmreihen ein. Trotz der ungewohnten Rahmenbedingungen brauchten diese nicht lange, um zu ihrem Spiel zu finden. Gehörte die Anfangsphase noch den Gastgebern, so erarbeiteten sich die NEV-Cracks ab der siebten Minute einige gute Gelegenheiten, bei denen sie jedoch an Frankfurts Torhüter Schwarz scheiterten. Der Knoten platzte in der 20. Spielminute, als Holger Schrills mit einem wuchtigen Schuss aus der Halbdistanz die Führung markierte. Lange Bestand haben sollte diese jedoch nicht, denn nur 21 Sekunden später traf Jan-Jaap Natte für die vor allem in Überzahl gefährlichen Löwen zum 1:1. Wie schon am Freitag gehörte der mittlere Abschnitt dem NEV, wobei es diesmal herzhafter zuging als im Hinspiel, da beide Teams deutlich körperbetonter agierten, so dass Schiedsrichter Roland Seckler vermehrt in den Vordergrund rückte. Auch wenn er sich auf beiden Seiten nicht nur Freunde machte, lag er im Verbund mit seinen Assistenten beim Großteil der Entscheidungen richtig. Dass Holger Schrills mit einem feinen Rückhand-Schlenzer für einen erneuten Vorsprung sorgte, war durchaus verdient, und als Niklas Hofmann gekonnt den Frankfurter Torhüter umspielte und zum 1:3 einschob, rückte der dritte Tabellenplatz wieder in greifbare Nähe. Der Regionalliga-Meister zeigte sich jedoch unbeeindruckt und erhöhte in der Folgezeit den Druck auf das von Dennis Kohl gut gehütete Neusser Gehäuse. Als die Gastgeber in Überzahl auf den Anschlusstreffer drängten, schickte Boris Fuchs seinen Sturmpartner Schrills auf die Reise, der mit einem Lehrbuch-Konter seinen Hattrick perfekt machte (39.). Eine weitere Parallele zum Freitags-Spiel deutete sich im letzten Drittel an, das erneut den Main-Städtern zu gehören schien. Diese setzten verstärkt auf ihre gefährlichen Kontingentspieler Barg und Natte, von denen letztgenannter in der 44. Minute das 2:4 markierte. Elf Minuten vor dem Ende erhielt auch Daniel Petry die Chance, sich vor großer Kulisse zu beweisen und hatte bereits bei seiner zweiten Aktion das Pech, dass die Scheibe bei einem Schuss aus dem Gewühl hinter ihm einschlug, ohne dass er dabei eine Abwehrchance besessen hätte (52.). Evgenij Kozhevnikov verhinderte die drohende Wende mit seinem Treffer zum 3:5, so dass sich in der Folgezeit eine kuriose Situation ergab. Die Gastgeber wollten sich eigentlich mit einem Erfolg vom eigenen Anhang verabschieden, durften es aber auch nicht zu offensiv angehen, um nicht auch noch den dritten Platz zu gefährden - ein Dilemma, das vor allem in der Schlussphase deutlich wurde, als Alexander Brinkmann auf die Strafbank geschickt wurde. Als der Neusser Stürmer in der Schlussminute auf das Eis zurückkehrte, warf der NEV noch einmal alles nach vorne und sorgte für mächtig Wirbel vor dem Frankfurter Gehäuse. Tatsächlich gelang es Brinkmann sogar noch, den vermeintlichen sechsten Treffer zu erzielen, doch sein Torschuss kam wohl minimal zu spät. Dennoch gab es nach kurzer Aufregung im Anschluss an die sehr unterhaltsame Partie auf beiden Seiten zufriedene Gesichter. Während den Quirinusstädtern mit dem Auswärtssieg ein positiver Saisonabschluss vor stimmungsvoller Kulisse gelang, feierten die Gastgeber eine äußerst erfolgreiche Spielzeit, die nach dem Aufstieg mit dem dritten Tabellenplatz gekrönt wurde.

1. Drittel: 0:1 (19:27) Schrills (Brinkmann) 1:1 (19:48) Natte (Roros, Barg)
2. Drittel: 1:2 (27:54) Schrills (Pering) 1:3 (34:04, 5-3 ÜZ) Hofmann (Brinkmann) 1:4 (38:30, 4-5 UZ) Schrills (Fuchs)
3. Drittel: 2:4 (43:50) Natte (Ostendorff, Barg) 3:4 (49:23) Poßner (Barg) 3:5 (51:20) Kozhevnikov (Appelhans)
Strafen: Frankfurt 22 + 10 Lamm - Neuss 24 + 10 Sauer + 10 Görge + 10 Brinkmann
Zuschauer: 5251

Neusser EV - Frankfurter Löwen 1:4 (0:0; 1:1; 0:3)

Nach der 1:4-Heimniederlage beim ersten Duell nimmt der NEV reichlich "Ballast" mit auf die Fahrt zum Rückspiel nach Frankfurt.
Der gegenseitige Respekt und der Play-off-Charakter der Begegnung war zu Beginn der Partie deutlich zu spüren. Beide Teams starteten verhalten und setzten auf eine stabile Defensive. Chancen blieben zunächst Mangelware, so dass es nach 20 Minuten mit einem 0:0 in die Kabinen ging. Der zweite Abschnitt sollte deutlich lebhafter verlaufen. Neuss kam nun besser ins Spiel und schien nach dem Führungstreffer durch Kai Oltmanns selbiges in den Griff zu bekommen. Frankfurts Torhüter Schwarz verhinderte mit einigen Paraden weitere Treffer der NEV-Cracks, die anschließend jedoch scheinbar ungeduldig wurden und ihre taktisch disziplinierte Spielweise nach und nach aufgaben. Zunächst folgte der zu diesem Zeitpunkt noch überraschende Ausgleichstreffer durch Max Frank, der kurz vor der zweiten Pause NEV-Torhüter Dennis Kohl überwand. Die beidseitig sehr fair geführte Partie war damit wieder völlig offen und so war klar, dass der nächste Treffer erheblichen Einfluss auf den weiteren Verlauf haben würde. Tatsächlich schockte Benedikt Peters die Gastgeber mit seinem Tor zum 1:2 zehn Minuten vor dem Ende dermaßen, dass diese den Faden verloren. Zwar versuchten die Quirinusstädter anschließend noch einmal, den Hebel umzulegen, die Frankfurter waren jedoch cleverer und konterten ihren Gegner klassisch aus. Paul Knihs erhöhte in der 53. Minute auf 1:3 und Löwen-Kapitän Michael Schwarzer war es dann vorbehalten, drei Minuten vor dem Ende gegen demoralisierte Neusser den vierten Treffer nachzulegen. Entschieden ist damit zwar noch nichts, da am Sonntag die Karten neu gemischt werden, jedoch bedarf es einer deutlichen Steigerung, um den Drei-Tore-Rückstand beim Rückspiel aufholen zu können.

1. Drittel: Fehlanzeige
2. Drittel: 1:0 (26:03) Oltmanns (Schrills, Fuchs) 1:1 (38:12) Frank (Barg, Natte)
3. Drittel: 1:2 (49:33) Peters (Schwarzer, Knihs) 1:3 (52:52) Knihs (Schwarzer) 1:4 (56:55) Schwarzer (Peters, Fiedler)
Strafen: Neuss 2 - Frankfurt 6 + 10 Natte
Zuschauer: 248

Neusser EV - EHC Troisdorf 6:2 (1:1; 1:0; 4:1)

Mit dem vierten Sieg im sechsten Spiel beendete der NEV die Gruppenphase der Aufstiegsrunde zur Oberliga. Das Saisonfinale am kommenden Wochenende bringt damit noch einmal einen Höhepunkt: In den Platzierungsspielen treffen die Neusser auf den Wunschgegner aus Frankfurt.
Die Ausgangssituation für das Spiel gegen Troisdorf mag für die Neusser Spieler keine einfache gewesen sein: Der zweite Platz war bereits sicher und der Gegner, den man im Hinspiel bereits mit 7:0 besiegt hatte, trat mit gerade einmal zwei Reihen an. Die Motivationsfrage schien sich jedoch nicht zu stellen, da der NEV durchaus bemüht war, mit schnellem Spiel zum Erfolg zu kommen. Die Entschlossenheit und der Torinstinkt fehlten jedoch gegen einen Kontrahenten, der ein regelrechtes Abwehrbollwerk aufbaute, was aus taktischen Gründen durchaus nachvollziehbar war. Dass die Gäste nach Sebastian Bongartz' Führungstreffer mit ihrer bis dahin ersten Chance direkt erfolgreich sein konnten, lag nicht zuletzt an einem kapitalen Abwehrfehler, der Michael Keßler erst in die komfortable Situation eines ungestörten Duells mit NEV-Torhüter Dennis Kohl brachte (11.). Letztgenannter hatte auch in der Folgezeit nur einmal die Gelegenheit, sein Können zu zeigen, musste aber mit ansehen, wie sich seine wenig kreativ agierenden Vorderleute die Zähne an der massiven Verteidigung der Dynamite ausbissen. Kohls Gegenüber, Nils Isselhorst, stand weitaus häufiger im Mittelpunkt und wusste auch im zweiten Drittel mit sehenswerten Paraden zu gefallen. Nachdem selbst eine 5:3-Überzahl nicht zum überfälligen zweiten Treffer verwertet werden konnte, war es Philipp Büermann, der für die Erlösung sorgte. Mit zwei erfolgreichen Einzelaktionen kurz vor und nach der zweiten Pause stellte der 22-Jährige die Weichen auf Sieg. Dieser wurde durch Michael Keßlers zweiten Treffer noch kurzzeitig in Frage gestellt, ehe die Neusser endgültig ihrer Favoritenrolle als klassenhöheres Team gerecht wurden. Während auch Sebastian Bongartz zum zweiten Mal jubeln durfte, machten Kai Oltmanns und Alexander Brinkmann gegen die weiterhin aufopferungsvoll kämpfenden Gäste alles klar. So war es statt des glanzvollen Sieges ein mühsam erarbeiteter Erfolg gegen gut eingestellte Troisdorfer, die sich teuer verkauften.
Neben dem zweiten Platz durften sich die Neusser auch über den Ausgang der Spiele in der Parallelgruppe freuen, der den NEV-Cracks am kommenden Wochenende Duelle mit einem hochattraktiven Gegner beschert. Die Frankfurter Löwen, letztes Jahr noch in der höchsten deutschen Spielklasse aktiv, treten am Freitag (20 Uhr) im Südpark an, ehe es am Sonntag (16.30 Uhr) zum Rückspiel in der Mainmetropole kommt.

1. Drittel: 1:0 (8:13) Bongartz (Büermann, Brinkmann) 1:1 (10:32) Keßler
2. Drittel: 2:1 (36:40) Büermann
3. Drittel: 3:1 (41:01) Büermann (Brinkmann) 3:2 (42:53) Keßler 4:2 (45:28, 5-4 ÜZ) Bongartz (Brinkmann, Büermann) 5:2 (50:09) Oltmanns (Schrills, Fuchs) 6:2 (52:08) Brinkmann (Büermann, Appelhans)
Strafen: Neuss 12 + 10 Appelhans - Troisdorf 18 + 10 + Spieldauer Warda
Zuschauer: 115

Königsborner JEC - Neusser EV 1:4 (0:1; 1:2; 0:1)

Die Serie ist gerissen. Mit dem ersten Auswärtserfolg im achten Duell gegen Unna sicherte sich der NEV gleichzeitig den Klassenerhalt und den zweiten Tabellenplatz.
Nachdem der NEV bei den bisherigen vier Spielen in Unna keine besonders gute Figur abgeben konnte, weckte das erste Drittel Hoffnungen auf die Beendigung dieser Serie. Auch wenn sich beide Seiten einige Fehler leisteten, war es doch ein munterer Auftakt einer Partie, in der beide Teams mit schnellen Angriffen zum Erfolg kommen wollten. Neuss erspielte sich insbesondere auf die Chancen bezogen von Minute zu Minute mehr Vorteile, so dass der Führungstreffer nach 18 Minuten die logische Folge war. In Überzahl spielte Alexander Brinkmann den am kurzen Pfosten postierten Philipp Büermann an, der die Scheibe zügig an den völlig frei stehenden Sebastian Bongartz weitergab - der Rest war nur noch Formsache. Nachdem NEV-Torhüter Dennis Kohl zum Ende des Auftaktdrittels zwei gute Möglichkeiten der Gastgeber entschärfte, war dieser zu Beginn des zweiten Abschnitts machtlos, als Patric Schnieder den Neusser Verteidigern enteilte und seinen Alleingang souverän zum Ausgleich abschloss. Umso wichtiger war es, dass die Fuchs-Schützlinge umgehend durch Sven Ernst die richtige Antwort gaben, der nach einem Kozhevnikov-Schuss den Abpraller im Gehäuse der Bulldogs versenkte. Diese kamen nun besser ins Spiel, was auch an zwei Zeitstrafen gegen den NEV lag, bei denen die Neusser aber durch gutes Unterzahlspiel überzeugten. Wieder komplett wurde dann auch erneut der Vorwärtsgang eingelegt und eine schöne Kombination von Ronny Sassen mit dem Treffer zum 1:3 abgeschlossen (36.). Als der von Jan Görge frei gespielte Sebastian Bongartz zu Beginn des letzten Abschnitts im Duell mit Königsborns Torhüter Potthoff die Oberhand behielt, war das bereits die Vorentscheidung. Unna versuchte zwar noch einmal, den Druck zu erhöhen, doch die sicher stehende Neusser Defensive um den erneut gut aufgelegten Dennis Kohl ließ nur wenige gefährliche Situationen zu. Nach dem recht souveränen Erfolg steht bereits fest, dass der NEV als Gruppenzweiter an den am kommenden Wochenende stattfindenden Platzierungsspielen teilnimmt. Zunächst ist es jedoch das Ziel, am Sonntag mit einem Erfolg im Heimspiel gegen Troisdorf weiteres Selbstvertrauen zu sammeln.

1. Drittel: 0:1 (17:58, 5-4 ÜZ) Bongartz (Brinkmann, Büermann)
2. Drittel: 1:1 (22:58) Schnieder (Streser, Furda) 1:2 (25:24) Ernst (Kozhevnikov) 1:3 (35:09) Sassen (Bongartz, Brinkmann)
3. Drittel: 1:4 (44:22) Bongartz (Görge)
Strafen: Königsborn 10- Neuss 12 + 10 Kozhevnikov
Zuschauer: 62

Neusser EV - Herner EV 2007 4:5 n.V. (2:0; 2:3; 0:1; 0:1)

Ein ebenso unterhaltsames wie kurioses Eishockeyspiel fand im Herner EV einen glücklichen Sieger. Der NEV führte bereits scheinbar sicher mit 4:0, verlor dann aber den Faden und musste sich letztendlich mit einem Punkt begnügen.
Die Tatsache, dass der NEV das Spiel mit komplettem Kader inklusive der DNL-Talente Appelhans und Solder angehen konnte, stimmte bereits positiv. Tatsächlich sollte die Begegnung auch einen anderen Verlauf nehmen, als das Hinspiel zwei Tage zuvor. Neuss begann konzentriert und zielstrebig, dominierte das erste Drittel deutlich. Die frühe Führung durch einen Treffer von Dennis Appelhans sorgte zudem für Sicherheit und ließ die Gastgeber befreit aufspielen. Als Jan Görge den kämpferischen Einsatz von Alexander Brinkmann mit dem 2:0 belohnte, schien eine Überraschung im Bereich des Möglichen. Die Gäste hatten nur Mitte des Drittels ein paar Chancen, die Torhüter Dennis Kohl jedoch souverän entschärfte. Das gleiche Bild bot sich zu Beginn des zweiten Abschnitts, folgerichtig konnten die Neusser mit einem Doppelschlag durch Niklas Solder und Alexander Brinkmann auf 4:0 erhöhen. Für die Schützlinge von Trainer Andrej Fuchs lief damit alles optimal, doch die Gäste reagierten clever und versuchten, den Neusser Spielfluss mit Nickligkeiten zu stören, was sich als effektiv erwies. Als dann auch noch Sebastian Pigache in Überzahl den Anschlusstreffer markierte, verloren die NEV-Cracks völlig die Kontrolle über die Partie. Fortan spielte fast nur noch Herne und wurde dafür bis zur zweiten Pause mit weiteren Treffern durch Maris Kruminsch und Philipp Louven belohnt. Erstgenannter lieferte sich zudem mit NEV-Verteidiger Dennis Appelhans einen spektakulären Faustkampf, bei dem Schiedsrichter Starke seinen Ermessensspielraum bei der Bestrafung deutlich zugunsten der Spieler auslegte (jeweils 2+2+10). Neuss bäumte sich zu Beginn des letzten Drittels noch einmal auf, versäumte es aber, in Überzahl nachzulegen. So setzten die Gäste anschließend ihre Aufholjagd fort, bei der Dennis Kohl immer wieder im Rampenlicht stand und die Führung mit zahlreichen Paraden lange Zeit aufrecht hielt. Nachdem sich die Gäste zuvor in einigen Situationen von den Unparteiischen benachteiligt gefühlt hatten, ärgerten sich nun die Neusser über deren Entscheidungen. Mit fünf Strafzeiten in der Schlussphase erwischte es die Gastgeber deutlich härter als den HEV, der zwei Minuten vor der Schlusssirene durch Sebastian Haßelberg zum Ausgleich kam. Nachdem Lars Gerike vier Sekunden vor dem Ende gar den Siegtreffer auf dem Schläger hatte, wurde die Entscheidung über die Punkteverteilung anschließend auf die Verlängerung vertagt. In der wurden dann zwei weitere Neusser auf die Strafbank geschickt, was zwei Sekunden vor dem Ende von Benjamin Hanke ausgenutzt wurde. Fazit: Auch wenn der NEV als Außenseiter in die Partie gegangen war, war die Freude über den einen Zähler am Ende geringer als der Ärger über die zwei verlorenen.

1. Drittel: 1:0 (2:43) Appelhans (Solder) 2:0 (13:57) Görge (Bongartz, Brinkmann)
2. Drittel: 3:0 (22:40) Solder (Maj) 4:0 (24:11, 5-4 ÜZ) Brinkmann (Bongartz, Büermann) 4:1 (29:10. 5-4 ÜZ) Pigache (Gogulla) 4:2 (30:54) Kruminsch (Gogulla, Hendle) 4:3 (36:38, 5-3 ÜZ) Louven (Haßelberg)
3. Drittel: 4:4 (57:59, 5-4 ÜZ) Hasselberg (Oesterreich, Louven)
Verlängerung: 4:5 (64:59, 5-3 ÜZ) Hanke (Louven, Linda)
Strafen: Neuss 28 + 10 Appelhans + 10 Pering - Herne 20 + 10 Liesegang + 10 Kruminsch + Spieldauer Liesegang
Zuschauer: 139

Herner EV 2007 - Neusser EV 6:2 (2:0; 3:1; 1:1)

Das erste Duell des Wochenendes ging verdientermaßen an den Herner EV. Nach einem schwachen Auftaktdrittel liefen die Neusser trotz deutlicher Steigerung stets einem Rückstand hinterher.
Bereits die erste Spielminute weckte die Vorfreude auf ein rassiges Duell mit zahlreichen Torszenen. Nach guten Chancen auf beiden Seiten erspielten sich die Gastgeber jedoch deutliche Vorteile, während sich der NEV schon beim Spielaufbau haarsträubende Fehler leistete. Danny Fischbach und Philip Hendle durften sich zudem über reichlich Platz und Zeit freuen, als sie für den verdienten 2:0-Vorsprung sorgten. Die Neusser wussten zwar bei zwei Überzahlspielen zu gefallen, Zählbares sprang allerdings dabei nicht heraus. Zu Beginn des zweiten Abschnitts agierten die NEV-Cracks sogar eineinhalb Minuten lang mit zwei Feldspielern mehr, ohne dies zum Anschlusstreffer nutzen zu können. Zwar spielten die Neusser auch in der Folgezeit zumindest auf Augenhöhe und konnten die Gastgeber verstärkt unter Druck setzen, deren gut aufgelegter Torhüter Christian Lüttges ließ sich jedoch nicht überwinden, wobei die Neusser Versuche auch oftmals zu leicht zu durchschauen waren. Weitaus effektiver agierten die Herner, die durch sehenswerte Einzelleistungen von Maris Kruminsch und Benjamin Hanke auf 4:0 erhöhten. Letztgenannter konnte gar in Unterzahl einen Alleingang souverän abschließen. Trotz des deutlichen Rückstands ließen sich die Neusser nicht entmutigen, so war es nach einem Pfostentreffer von Doppellizenzspieler Niklas Solder kurz darauf Kai Oltmanns, der einen Querpass von Alexander Brinkmann zum 2:1 verwertete (38.). Angesichts der umgehenden Antwort durch den zweiten Treffer von Kruminsch kam jedoch keine Spannung mehr auf, so dass sich der Ärger über ein nicht anerkanntes Tor von Alexander Brinkmann, bei dem der Puck die Torlinie deutlich überquert hatte, einigermaßen in Grenzen hielt (43.). Nach weiteren guten Möglichkeiten auf beiden Seiten durfte sich der kampfstarke NEV-Stürmer dann aber doch noch feiern lassen, als er den HEV-Torhüter mit einem platzierten Schuss aus der Halbdistanz überwand (58.). Zu diesem Zeitpunkt war die Partie jedoch schon längst entschieden und so war es auch nur noch Ergebniskosmetik, dass die Gastgeber in Person von André Oesterreich 34 Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt setzten.

1. Drittel: 1:0 (4:09) Fischbach (Louven, Liesegang) 2:0 (8:26) Hendle (Haßelberg, Gogulla)
2. Drittel: 3:0 (31:15) Kruminsch (Haßelberg, Gerike) 4:0 (35:22, 4-5 UZ) Hanke 4:1 (37:55) Oltmanns (Brinkmann, Bongartz) 5:1 (39:59) Kruminsch (Gogulla, Pigache)
3. Drittel: 5:2 (57:11) Brinkmann (Pering) 6:2 (59:26) Oesterreich (Hanke, Pigache)
Strafen: Herne 12 - Neuss 8
Zuschauer: 328

EHC Troisdorf - Neusser EV 0:7 (0:1; 0:2; 0:4)

Mit einem optimalen Wochenende startete der NEV in die Qualifikation zur Oberliga. Dem Heimsieg gegen Königsborn folgte ein souveräner Erfolg in Troisdorf, so dass die Neusser nach zwei Spielen die maximale Anzahl an Punkten aufweisen.
Während sich Neusser Mannschaften in Troisdorf in der Vergangenheit traditionell schwer taten, schien der NEV diesmal von Beginn an auf einem guten Weg zu sein. Zwar konnte der Regionalligist im ersten Drittel recht gut mithalten, unter dem Strich kontrollierte die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen jedoch die Begegnung. Folgerichtig fiel in der achten Spielminute der Führungstreffer durch Evgenij Kozhevnikov, der Troisdorfs Torhüter Isselhorst mit einem Schlagschuss von der blauen Linie überwand. Vor 30 mitgereisten Fans, die ihre Mannschaft trotz der karnevalistischen Feierlichkeiten in der Heimatstadt unterstützten, erwischte der NEV im zweiten Abschnitt einen optimalen Start. Nach nur 53 Sekunden erhöhte Sebastian Bongartz auf 0:2 und verschaffte seinem Team damit zusätzliche Sicherheit. Als Philipp Büermann zur "Halbzeit" den dritten Treffer nachlegte, lief für den NEV alles nach Plan. Im Spiel nach vorne überzeugten die Neusser mit einigen sehenswerten Kombinationen, während man defensiv nichts anbrennen ließ. Zur Not war Torhüter Bastian Jakob zur Stelle und entschärfte die Möglichkeiten der Dynamite souverän - wobei er bei zwei Pfostenschüssen auch das nötige Quäntchen Glück hatte. Als Boris Fuchs zu Beginn des letzten Drittels in Unterzahl seine Routine ausspielte und einen Alleingang eiskalt verwandelte, war dies bereits die Vorentscheidung. Auch wenn sich die Gastgeber weiterhin mühten, geriet der Neusser Erfolg nicht mehr in Gefahr. Kai Oltmanns (45.) und Holger Schrills (49.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Unnötigerweise wurde es im letzten Abschnitt noch etwas ruppig, was unter anderem zwei 10-Minuten-Strafen gegen die Gastgeber zur Folge hatte. Zu größeren Eskalationen kam es jedoch nicht, so dass am Ende weder Verletzungen, noch größere Strafen zu Buche standen. Mit Alexander Brinkmann fand der siebte Neusser Treffer seinen siebten Schützen, während sich Bastian Jakob über einen Shut-out freuen durfte. Nach den Auftaktsiegen steht der NEV damit punktgleich und mit der gleichen Tordifferenz wie der Spitzenreiter aus Herne auf dem zweiten Tabellenplatz.

1. Drittel: 0:1 (7:07) Kozhevnikov (Maj)
2. Drittel: 0:2 (20:53) Bongartz (Büermann, Brinkmann) 0:3 (28:45) Büermann (Bongartz, Görge)
3. Drittel: 0:4 (41:29, 4-5 UZ) Fuchs (Schrills, Jakob) 0:5 (44:34) Oltmanns (Schrills, Pering) 0:6 (48:38) Schrills (Oltmanns) 0:7 (56:17, 5-4 ÜZ) Brinkmann (Bongartz, Sassen)
Strafen: Troisdorf 14 + 10 Czaika + 10 Warda - Neuss 8
Zuschauer: 135

Neusser EV - Königsborner JEC 3:2 (1:0; 2:0; 0:2)

Einen erfolgreichen Auftakt in der Qualifikationsrunde zur Oberliga feierte der NEV. Gegen die Gäste aus Unna setzten sich die Neusser mit 3:2 durch und sammelten die ersten drei Zähler für den Klassenerhalt.
Mit Patrik Raaf-Effertz und Niklas Solder erhielt der NEV Unterstützung aus der Kölner DNL-Mannschaft, während vom Stamm-Kader nur Daniel Pering und Julian Leutner ausfielen. Nachdem er beim 0:13 in Bad Nauheim eine äußerst undankbare Aufgabe übernommen hatte, bekam auch Bastian Jakob die Chance, sich gegen einen Gegner auf Augenhöhe zu beweisen. Zunächst stand jedoch sein Gegenüber, Philipp Potthoff, im Mittelpunkt, denn nach gerade einmal 23 Sekunden musste der Torhüter der Gäste schon hinter sich greifen. Alexander Brinkmann hatte auf Zuspiel von Sebastian Bongartz den Führungstreffer erzielt. In der Folgezeit entwickelte sich ein offenes Duell auf allerdings eher mäßigem Niveau, in dem sich keiner der Kontrahenten nennenswerte Vorteile erspielen konnte. Während Bastian Jakob mit einigen gelungenen Aktionen seine Aufstellung rechtfertigte, gelang es den Königsbornern diesmal besser, die Wirkungskreise der zweiten Neusser Sturmformation einzuengen, die beim letzten Aufeinandertreffen mit fünf Treffern überragt hatte. Dafür sprangen nun andere in die Bresche: Bei eigener Unterzahl fuhren die Neusser einen Zwei-auf-eins-Konter, den Alexander Brinkmann wie schon beim ersten Treffer nach Vorarbeit von Sebastian Bongartz erfolgreich abschloss (27.). Als drei Minuten später auch noch ein Überzahlspiel ausgenutzt werden konnte - Sven Sauer traf von der blauen Linie - lief für den NEV alles nach Plan. Die Gäste, die anschließend den Torhüter wechselten, wollten sich jedoch nicht so einfach mit der Opferrolle zufrieden geben und verstärkten im letzten Drittel noch einmal ihre Angriffsbemühungen. Während sich Neuss mit der Verwaltung des Vorsprungs begnügte, scheiterten die Bulldogs mehrfach an Jakob, der auch zweimal Unterstützung von der Torstange erhielt. Fünf Minuten vor der Schlusssirene war er jedoch machtlos, als ein von Patric Schnieder abgefälschter Schlagschuss hinter ihm einschlug. So richtig eng wurde es in der Schlussphase nicht mehr, obwohl Schnieder kurz vor dem Ende einen Alleingang gekonnt vollendete. Neuss brachte den Vorsprung sicher über die Zeit und fuhr so den ersten Sieg der Qualifikationsrunde ein.

1. Drittel: 1:0 (0:23) Brinkmann (Bongartz, Büermann)
2. Drittel: 2:0 (26:09, 4-5 UZ) Brinkmann (Bongartz, Sassen) 3:0 (29:03, 5-3 ÜZ) Sauer (Oltmanns)
3. Drittel: 3:1 (54:44) Schnieder (Furda, Schlicht) 3:2 (59:37, 4-5 UZ) Schnieder (Furda, Schlicht)
Strafen: Neuss 14 + 10 Sauer - Königsborn 16
Zuschauer: 112


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